Werte, Interessen und Hobbys

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Ich interessiere mich für viele Dinge. Ich bin neugierig. Ich habe Hobbys. Im Grunde habe ich daran nichts auszusetzen! Es ist bloß so, dass manche Interessen und Hobbys seit längerer Zeit pausieren. Die Bücher zu all diesen interessanten Themen oder die Werkzeuge, die zu den Hobbys gehören sind noch da. Sie stehen im Regal oder liegen aufgeräumt im Schrank. Genau das stört mich! Werde ich die Dinge irgendwann nutzen? Bereitet mir das Hobby noch Freude? Behalte ich die Sachen oder nicht?

Nachdenken alleine hat mir hier nicht geholfen, daher habe ich jetzt einen Plan. Ich werde diese Hobbys nochmal ausprobieren und dann entscheiden! Allerdings wird das kein Projekt werden, das ich an einem Wochenende bewältige. Ich werde mir dafür genügend Zeit nehmen. Ein paar Monate oder ein halbes Jahr. Mal sehen!

Schritt 1: eine Grundlage schaffen

Schon seit einer Weile beschäftige ich mich gedanklich mit meinen persönlichen Grundwerten, meiner Alltags- und Lebensausrichtung. Gegenstände habe reduziert und dadurch an Freiraum gewonnen. Es stellt sich mir nun die Fragen: Wie aber möchte ich diesen Freiraum gestalten? Was ist mir wichtig? Was zählt für mich am Ende? Was füllt mich?
Vor ca. einen Monat hat Frau DingDong einen Artikel zum Thema „Werte finden und zufrieden leben: Klarer denken, besser entscheiden“ geschrieben. Dieser Beitrag hat mich unter anderem auf meine jetzige Fährte gebracht. Gleichzeitig ist mir ein Buch aus meinem eigenen Regal wieder in die Hände gefallen – ein Ratgeber für das Leben nach der Uni („Life after College“ von Jenny Blake). Gleich zu Anfang hilft das Buch einem dabei die eigenen Werte zu definieren. Ich habe dieses Kapitel als Werkzeug benutzt und wie auch beim Kochen – mich nicht an die Anleitung bzw. das Rezept gehalten.

So bin ich vorgegangen oder das Finden der Werte
  • Ich habe eine Liste mit Werten genommen und mir alle rausgeschrieben, die im ersten Moment passend klingen. Da mir noch wichtige Aspekte fehlten, habe ich diese noch ergänzt. Insgesamt habe ich 23 Werte gefunden, die mir wichtig waren.
  • Meine Liste habe ich erstmal so stehen lassen und im Kopf mit dieser Liste gespielt. Laut Anleitung hätte ich nun fünf Werte in die engere Wahl aufnehmen sollen. Ich wollte spontan lieber sechs Werte – am Ende standen neun Werte auf meiner Liste.
  • Das waren mehr! Irgendwie hängt vieles mit vielem zusammen, manches lässt sich nur schwer trennen, daher durften diese neun Werte auf der Liste bleuben. Diese neun Werte habe ich ebenfalls ein paar Tage durch meinen Kopf und mein Herz geistern lassen.
  • Schließlich habe ich eine Art Muster erkannt undfünf Bereiche für mich definiert:
    Grundbedingungen
    Innen (ich im Bezug auf mich)

    Außen (ich im Bezug auf andere bzw. anderes)
    Miteinander
    Drumherum und Zwischendrin (hier geht es um Lebensenergie)
  • Diese fünf Bereiche habe ich mit meinen Werten gefüllt. Danach habe ich mir notiert, was ich mit diesen Werten eigentlich meine.
Was mich erstaunt hat

Als ich das Buch „Life after College“ zum ersten Mal las habe ich diesselbe Übung gemacht. Ich erinnere mich daran, dass sie mir sehr schwer fiel und mir nicht unbedingt die gewünschte Klarheit gebracht hat. Im Buch konnte ich auch noch einige meiner damaligen Notizen lesen. Damals habe ich mir andere Werte „ausgesucht und bin zu keinem wirklichen Ergebnis gekommen. Der diesjährige Durchgang fiel mir leichter, es war kaum Kopfzerbrechen nötig und das Ergebnis wirkte klärend. Ich denke, dass mich mein Hang zum Minimalismus und die zahlreichen Achtsamkeitsübungen mich zu einem guten Weg geführt haben! Zudem habe ich mir Zeit genommen, mit meinen Gedanken gespielt, Aspekte auftauchen und abtauchen lassen und ihnen ihre Reifezeit gelassen.

Was haben meine Werte nun mit meinen Interessen und Hobbys zu tun

In den nächsten Monaten werde ich überprüfen oder herausfinden, ob meine brach liegenden Interessen und Hobbys noch zu mir passen. Vielleicht war es ja auch einfach ein Zeitproblem. Das erste Hobby, das ich überprüfen werde, ist das Malen. Hier steht ein Schrank gefüllt mit Farben, Pinseln, Collagematerial und vielem mehr. Hinzukommen einige Bücher zur Inspiration oder mit Anleitungen. Es wird spannend (und bunt).

2 Kommentare

  1. Danke für die Erwähnung!
    Bin gespannt was du diesbezüglich deiner Hobbys herausfindest.
    Ich hab mit dem Malen dasselbe Problem! Die Musenküsse erreichen mich meistens im Urlaub oder wenn ich mal 3 Tage krank zu Hause lag. Daher vermute ich bei mir, dass es ein Zeitproblem ist. Aber sicher bin ich mir noch nicht.

    • Sehr gerne! Vielen Dank für deinen Kommentar! 🙂

      Ich bin auch gespannt, wie sich das entwickeln wird. Bisher habe ich mir die Malsachen lediglich angeschaut, aber noch nicht benutzt. Das Ausprobieren steht noch aus!

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