Weihnachten – ohne Geschenke & Postkarten

Titelbild Weihnachten ohne Geschenke

Vor einem Jahr hätte ich es mir nicht vorstellen können, dass ich Weihnachten ohne Geschenke und Postkarten feiere. Vielleicht wollte ich es genau deswegen einmal ausprobieren! Im September dachte ich in diesem Jahr zum ersen Mal wieder an an Weihnachtsgeschenke und fühlte mich allein schon beim Gedanke daran gestresst. Zudem habe ich beim wiederholten Sachen aussortieren bemerkt, wie oft Geschenke, kleine Aufmerksamkeiten oder Mitbringsel in meinem „Kann gehen“-Karton gelandet sind. Meine Lösung für dieses Jahr: Ich mache da dieses Jahr nicht mit. Ich möchte keine Geschenke haben, keine Geschenke verschenken und auch keine Postkarten schreiben.

Die Ankündigung

Nachdem mir diese Lösung klar vor Augen stand, informierte ich meine Mitmenschen. Entweder persönlich im Gespräch, am Telefon oder auch per Sammel-E-Mail. Insgeheim rechnete ich mit Ausrufen wie: „Das kannst du doch nicht machen!“. Doch es kam anders! Hier einige Beispiele aus verschiedenen Kontexten:

  • „Ich habe schon ein Geschenk, das kommt jetzt zu spät.“
  • „Ich mache mit!“
  • „Berichte mir unbedingt darüber, wie diese Zeit für dich war.“
Geschenkefrei wirkt befreiend

Ich war wirklich froh, dass ich mich nicht in den Einkaufsdschungel stürzen musste, um Geschenke zu finden, diese dann zu verpacken und vielleicht auch noch zu verschicken. Ein passendes Geschenk zu finden fällt mir nicht immer leicht. Im Grunde ist es eine 50/50-Chance: entweder gefällt es oder nicht. Mir wäre es natürlich lieber, es würde gefallen. Auch mit Kopfzerbrechen habe ich in der Vergangenheit schon ziemlich daneben gelegen! Andererseits frage ich mich auch, weshalb ich Dinge verschenke, wenn unsere Wohnungen sowieso voll mit Dingen sind (die wir oft gar nicht brauchen)?
Es fiel mir sehr leicht und es fühlte sich gar nicht wie ein Verzicht an, sondern eher wie eine Befreiung von dieser saisonalbedingten Konsumpflicht. Es hat mich auch nicht gestört, dass andere Menschen um mich herum beschenkt wurden. Im Grunde war ich einfach froh über die freie Zeit.

Positiv ist mir aufgefallen, dass der Müllberg unterm Weihnachtsbaum nach der Bescherung deutlich kleiner war. Weniger Verpackung und weniger Geschenkpapier, allerdings hat auch niemand ein pink-rosa-Spielzeugauto mit Anhänger für Pferde oder ähnliches geschenkt bekommen! In dem Fall hätte der Müllberg sicherlich anders ausgesehen.

Karten & Briefe kann ich nicht nur an Weihnachten versenden

In der Vergangenheit habe ich ziemlich oft ziemlich viele Weihnachtskarten geschrieben und verschickt. Fast an jede Person, die ich kenne. Damals hat mir das noch Freude bereitet und einmal mit dieser Tradition angefangen, wollte ich nicht mehr aufhören. Oft waren diese Karten auch ein Anlass dafür, dass ich wieder (mehr) Kontakt zu Menschen hatte, die ich über das Jahr hinweg aus den Augen verloren hatte.

Auch diese Fließbandweihnachtskartenproduktion habe ich nicht vermisst. Ich schreibe immer noch gerne Karten und Briefe. Zukünftig möchte ich nicht darauf verzichten, werde meine Karten & Briefe jedoch im Jahresverlauf verteilen. Es gibt schließlich viele Gründe für papierende Grüße: Geburtstage, Sommergrüße, einfach mal so … .

Nach diese guten Erfahrung setze ich diese „neue“ Tradition auch im nächsten Jahr wieder fort.

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