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Rückblick April 2017

Titelbild Rückblick April 2017

Der April war kälter als erwartet! Die Hängematte steht daher noch nicht auf dem Balkon. Meine eingepflanzten Blumen und das in Töpfen gesäte Rübstiel scheinen die knackigkalten Apriltemperaturen überlebt zu haben.

Der Schrank / das leere Regal steht immer noch im Wohnzimmer. Allerdings sind andere Dinge ausgezogen. Überraschenderweise hat das 2nd-Hand-Kaufhaus auch meine Weihnachtsdeko kurz nach Ostern angenommen. Ich hatte erwartet, dass ich die wieder mit nach Hause nehme.

Gelesen im April

Meerblick statt Frühschicht – Warum ich losreisen musste, um bei mir selbst anzukommen von Carina Herrmann
Inhalt:
Carina arbeitet schon sechs Jahre lang mit Herz und Seele auf verschiedenen Kinder-Onkologiestationen. Sie kommt schließlich an einen Punkt, an dem das alles zu viel wird und sie dringend Abstand von ihrem fordendem Beruf und ihrem Alltag braucht. Sie will weg und bewirbt sich für ein work’n’travel Visum für Australien.
Bewertung: Ein überaus inspirierender Titel! Ich konnte vom Sofa aus zusammen mit Carina die Welt erkunden und habe weitreichende Einblicke über Solo-Reisen erhalten.

Die Kluft von Doris Lessing
Inhalt:
Ein römischer Senator schreibt über die Entwicklung des Menschen. Der Beginn der Menschheit besteht hier aus einem Volk, das ausschließlich weibliche Mitglieder hat. Als der erste Junge geboren wird, wird er als Ungeheuer bezeichnet und dem Tod überlassen.
Einige Jungen entkommen, bilden ihre eigene Gemeinschaft und schließlich begegnen sich beide Gemeinschaften wieder.
Bewertung: Ein sehr seltsamer Roman. Die Idee ist durchaus interessant, doch dieser Roman war mir zu seltsam. Not my cup of tea!

Die Geschichte der Bienen von Maja Lunde
Inhalt:
Dieser Roman beinhaltet drei miteinander verwobene Geschichten. Da ist zum einen William Savage in England (1852), der einen optimalen Bienstock entwickeln möchte. Da ist der ambitionierte Imker George in Ohio (2007), der seinen Betrieb vergrößern möchte. Doch verschwinden plötzlich einige seiner Bienevölker. In China (2098) arbeitet Tao als Bestäuberin. Als ihr Sohn sich verletzt und ihr niemand etwas über seinen Gesundheitszustand mitteilen will, folgt sie der Spur ihres Sohnes und stößt dabei auf etwas, was die Zukunft der gesamten Menschheit verändern könnte.
Bewertung: Manchmal durchaus spannend. Insgesamt unterhaltsam und angenehm zu lesen – ich hätte mir allerdings mehr Dystopie gewünscht!

Zudem habe ich auch „Freie Geister“ von Ursula K. Le Guin gelesen und bereits ausführlicher besprochen.

Pläne für den Mai
  • Ich möchte überprüfen, ob ich meine Alltagsorganisation etwas anders organisieren kann. In letzter Zeit funktionieren meine Systeme nicht mehr so richtig.
  • Ich möchte meiner allgemeinen Unzufriedenheit auf den Grund gehen und schauen, worin sich diese begründet und dann Änderungen auf den Weg bringen.
  • Ich möchte mich wieder mehr bewegen! Ich werde mich (wieder) in einem Fitnessstudio anmelden.
  • Im Juni fahre ich zusammen mit einer Freundin nach Amsterdam. Außer Hin- und Rückfahrt, sowie das Hotel und die Lektüre Nr. 1 (The Fault in our Stars von John Green), ist noch alles offen. Ich werde also Urlaubspläne schmieden.

Rückblick März 2017

Titelbild Rückblick März 2017

Der März begann für mich mit einem Urlaub an der Nordsee. Die Zeit auf Sylt war sehr erholsam! Es hat mir gut getan, mal wieder die Weite des Meeres zu spüren. Am Meer stelle ich auch immer wieder fest, wie befreiend ein unverstellter Horizont auf mich wirkt. Das tut meiner Seele gut!

Dieser Monat war allerdings auch der Monat der defekten Elektrogeräte. Mein Smartphone hatte eine schon länger nicht mehr ausreichend Speicherplatz, doch damit könnte ich mich arrangieren. Minimalismus – welche Apps benötige ich? Auf welche kann ich verzichten? Ich wollte mir eigentlich noch lange kein neues Gerät kaufen, da es ja noch funktionierte. Als es mich dann jedoch einige Male im Stich gelassen hat, entschied ich mich für ein neues Gerät.

Wenig später war es dann mein Fön, der aufhörte ordnungsgemäß zu funktionieren. Eine Woche lang habe ich meine Haare so trocknen lassen. Es war mir allerdings zu kalt am Kopf und das obwohl gerade keine Minustemperaturen herrschten. Jetzt wird wieder geföhnt!

Im März habe ich sieben Bücher gelesen! Es war ein guter Lesemonat!

Gelesen im März

Die Kunst ein kreatives Leben zu führen: Anregungen zur Achtsamkeit von Frank Berzbach
Inhalt:
Der Autor reflektiert über Kreativität, Erwerbstätigkeit im kreativen Sektor und Achtsamkeit. Immer wieder spielt das ganzheitliche Wohlergehen im (Arbeits-)Leben eine Rolle. Frank Berzbach gibt Anregungen zur achtsamen Selbstfürsorge und greift hier unter anderem auf Weisheiten der verschiedenen Religionen zurück.
Bewertung: Ein sehr schön gestaltetes Buch, das nicht nur Menschen mit Kreativjob wertvolle Anregungen bietet. Leider sehr Zitatlastig!

Brain on fire: my month of madness von Susannah Cahalan
Inhalt:
Susannah steht am Anfang ihrer Karriere. Sie ist stolz auf ihre Festanstellung bei der Post und hat gerade ihre große Liebe getroffen. Doch dann wird sie krank und keine Arzt kennt den Namen ihrer Krankheit. Susannah ist kaum noch wiederzuerkennen, da sie wichtige Fähigkeiten wie Sprechen, Lesen, Schreiben rasant verlernt. Ein Team aus verschiedenen Fachärzten findet schließlich eine Spur, Erleichterung macht sich breit und doch hat Susannah noch einen Rückschlägen geprägten Weg vor sich.
Susannah Cahalan erinnert sich selbst nicht an die schwerste Phase ihrer Erkrankung. Zusammen mit ihren Leser_innen erforscht sie ihre Leidensgeschichte und rekonstruiert mithilfe ihrer Ärzte, ihrer Familie und ihren Freunden die fehlenden Erinnerungen. Ihren Leser_innen schenkt sie dabei sehr intime Einblicke.
Bewertung: Ein sehr berrührender Titel, der sich aufgrund der verzweifelten Lage nicht einfach nebenbei lesen lässt und doch verschlungen werden möchte. Leider baut das Buch nach ca. 75% ab, wird langatmig und zieht sich sehr in die Länge.

Zero Waste Home: The ultimate Guide to Simplifying your home von Bea Johnson
Inhalt:
Bea Johnson erzählt in diesem Buch wie sie auf den zero waste-Lifestyle gestoßen ist und wie sich ihr (Familien-)Leben dadurch positiv verändert hat. Die Autorin hat ihr Buch in verschiedene Themenbereiche unterteilt: Küche, Büro, Geschenke, usw. und bietet zu jedem Bereich mögliche zero-waste-Lösungen an.
Bewertung: Mir gefiel es gut, dass Bea Johnson oft betont, dass auch der zero-waste-Lifestyle zum restlichen Leben passen sollte und das vieles von den örtlichen Begebenheiten abhängt. Bei den vielen Beispielen und Rezepten ist bestimmt für jede Lebenssituation etwas dabei.

The Ribbons are for Fearlessness von Catrin Davies
Inhalt:
Roman und Reisebericht in einem. Catrina lebt in Cornwall und ein Tag gleicht dem anderen. Andrew, Ben und sie fühlen sich wie eine Familie. Als Jack zu ihnen stößt, ist sie im siebten Himmel. Doch Jack wird vom Fernweh gepackt und geht auf Reisen. Catrina hat großes Liebeskummer! Andrew hat eine Idee: Sie dahren mit einem Bulli zum Nordcup und finanzieren die Reise mit Straßenmusik.
Die einzige Person, die ein Instrument beherrscht, ist Catrina. Eigentlich spielt sie nicht vor Publikum, doch als ein Schicksalschlag ihr bisheriges Leben in Frage stellt, greift sie auf diese Idee zurück und macht sich auf den Weg nach Norwegen.
Bewertung: Für alle Leser_innen, die Geschichten über unkonventionelle Reisen mögen, die perfekte Lektüre! Ein wirklich sehr schöner Bericht, der ermutigt, selbst unbekannte Wege zu beschreiten.

Unsterblich von Jens Lubbadeh
Inhalt:
2044 die Sterblichkeit ist besiegt. Wer einen Lifetracker am Handgelenk trägt, lebt nach seinem physischen Tod als Ewiger – also als digitaler Klon – weiter. Auch versorbene Politiker_innen oder Stars werden wiederbelebt und erleben nun ihre „zweite Karriere“. Dann passiert das Unmögliche! Der Ewige von Marlene Dietrich verschwindet spurlos. Die Welt ist in Aufruhr.
Bewertung: Der Roman umfasst die Themen Technologie und Macht, Beziehungen, ewiges Leben und Veränderung sowie Bedeutung von Bewusstheit. Jens Lubbadeh hat hier defintiv eine spannende und etwas erschreckende Zukunft entworfen. Insgesamt ein gut lesbarer Roman!

The musuem of you von Carys Bray
Inhalt:
Becky und Darren sind ein junges Paar, haben gerade ein Haus gekauft und sind glücklich. Clover, ihre Tochter, ist eine große Überraschung für alle – besonders für die Eltern, da Becky die Schwangerschaft nicht bemerkt hat.
Sechs Wochen nach Clovers Geburt stirbt Becky unterwartet. Darren versucht Clover alles zu geben, was sie braucht. Clover würde gerne mehr über ihre Mutter erfahren, doch Darren spricht im Grund nie über Becky.
Als Clover 12 Jahre alt ist und während der Sommerferien tagsüber alleine zuhause ist, betritt sie das vollgestellte Elternschlafzimmer (das nicht mehr genutzt wird). Sie betrachtet Gegenstand für Gegenstand und macht sich so ein Bild von ihrer Mutter.
Bewertung: „The museum of you“ ist ein sehr berührender Roman über Liebe, Familie und Freundschaft. Der Roman zeigt, wie das Leben manchmal eben so spielt. Clover blickt trotz allem in einer ganz besonderen Weise auf die Welt um sich herum. Genau diese Perspektive macht den besonderen Charme des Romans aus! Überaus lesenswert!

Darüber hinaus habe ich auch „The Art of Asking“ von Amanda Palmer gelesen.

Pläne für den April
  • Ich möchte meinen Balkon für sommerliche Tage vorbereiten, die Kästen wieder mit Pflanzen füllen und wenn das Wetter passt, hole ich auch die Hängematte aus dem Keller.
  • Im Wohnzimmer steht ein leeres Regal / Schrank. Ich hoffe, dass dieses Möbel im April auszieht.
  • Ich möchte den Frühling genießen und ausgiebig spazieren gehen. Wenn meine Heuschnupfen-Hauptsaison begonnen hat, bereitet mir das leider viel weniger Freude.

Rückblick Februar 2017

Collage Rückblick Februar 2017

Es ist schon der 18. März – ich könnte schon fast den Rückblick für diesen Monat schreiben! Doch erst möchte ich noch meinen Rückblick für den Monat Februar nachreichen.

Anfang Februar wurde ich operiert und habe mich danach erst erholen müssen. Viel Ruhe, schlafen und abwarten. Nachdem ich mich wieder soweit konzentrieren konnte, dass ich lesen konnte, war ich sehr froh. Meine ersten Versuche mich wieder mehr zu bewegen, waren ziemlich anstrengend. Es braucht eben alles seine Zeit (und Geduld)! Inzwischen geht es mir wieder richtig gut und ich freue mich sehr, wieder gut durch die Nase atmen zu können.

Ende Februar bin ich in den Urlaub an die Nordsee gefahren. Ich habe endlich mal wieder das Meer gesehen! Das war toll.

Achja, und eine Schreibwerksatt habe ich ja auch noch besucht!

Gelesen im Februar

Das Nest von Cynthia D’Aprix Sweeney
Inhalt:
Die vier Geschwister Melody, Jack, Bea und Leo wohnen in New York, sind alle zwischen 40 und 50 Jahren alt und vertrauten fest darauf eines Tages eine hohe Summe zu erben. Jetzt wird dieses Erbe sehr viel kleiner ausfallen und alle vier gehen unterschiedlich damit um. Eins haben sie gemeinsam, diese neue Entwicklung sorgt für einiges an Durcheinander.
Kurzbewertung: Ein fesselnder Roman über Familien- und Beziehungsdynamik mit einem leider viel zu seichtem Ende.

Animal Farm von George Orwell
Inhalt:
Auf Mr. Jones Bauernhof kommt es zu einer Revolution! Seine Tiere rebellieren und übernehmen die Macht über den Hof. Eigentlich haben alle Tiere nur die besten Absichten, doch dann verführt die Macht einige und es kommt zu Habgier und Korruption.
Kurzbewertung: Diese dystopische Fabel zeigt wie verführerisch Macht und Einfluss auf manche wirkt. Der Ausgabe, die ich gelesen habe, war ein kürzerer Aufsatz vorangestellt, in dem die Fabel in den historischen Kontext eingeordnet wurde. Mein Leseerlebnis hat durch diese Beigabe definitv an Tiefe gewonnen!

Gemina von Amie Kaufmann und Jay Kristoff (The Illuminae Files 02)
Inhalt:
Die Saga geht weiter! Den ersten Band habe ich an dieser Stelle ausführlicher besprochen, eine Zusammenfassung vom zweiten Band würde allen Leser_innen das Vergnügen an Band 1 verderben.
Kurzbewertung: Eine gelungene und spannende Fortsetzung, die sich wie Band 1 aus Chatprotokollen, E-Mails und verschiedenen anderen Dokumenten zusammensetzt. Turbulent und überraschend!

Pandora – Wovon träumst du? von Eva Siegmund
Inhalt:
Berlin in der Zukunft. Wer etwas von sich hält, lässt sich einen SmartPort unter die Netzhaut des Auges implantieren. Dieser Port wird mit dem neuronalen Netzwerk verbunden und ist quasi das Smartphone im Gehirn. Wer viel Geld in die Hand nehmen kann, lässt sich von nächtlichen Werbeeinblendungen befreien.
Die Hauptcharaktere Liz und Sophie haben im Grunde nichts miteinander zu tun, doch kurz vor ihren 18. Geburtstagen erfahren sie voneinander. Sie haben kaum etwas gemeinsam außer, dass sie adoptiert wurden und Zwillinge sind. Als sie sich näher kennenlernen und nach ihren leiblichen Eltern recherchieren, passieren plötzlich seltsame Dinge. Zudem hat Sophie auf einmal schreckliche Albträume … .
Kurzbewertung: Die Autorin entwirft ein spannendes Zukunftsszenario und sensibilisiert zugleich für Datenschutzthemen. Leider greift sie für meinen Geschmack zu oft auf typische Rollenklischees zurück.

Die Magie der Namen von Nicole Gozdek
Inhalt:
In Mirabortas geben alle Eltern ihre Kinder, sobald diese das erste Lebensjahr vollendet haben, in eine Schule. In dieser Schule werden die Kinder bis zu ihrer Volljährigkeit erzogen und ausgebildet. Sie haben keine Namen, sondern Nummern. Erst am Tag ihrer Volljährigkeit erfahren sie ihren Namen und damit ihre Bestimmung und Fähigkeiten.
Als Nr. 19 seinen Namen erfährt, verändert er sich in keinster Weise – noch unheimlicher ist, dass niemand seinen Namen kennt. Nr. 19 tritt die lange und gefährliche Reise nach Himmelstor an, um mehr über seinen Namen (und sich) herauszufinden.
Kurzbewertung: Die Autorin hat eine faszinierende Welt entworfen, über die ich gerne mehr erfahren hätte. 75% dieses Jugendromans sind überaus spannend, doch dann endet die Geschichte viel zu schnell.

Mit anderen Worten: ich von Tamara Ireland Stone
Inhalt:
Samantha leidet seit vielen Jahren an Zwangsstörungen. Ihre besten Freundinnen ahnen nichts von Samathas psychischer Erkrankung, da Samantha vor ihnen alles gibt, um möglichst „normal“ zu wirken.
Als Samantha sich schließlich mit Caroline anfreundet erfährt sie eine ganz andere Qualität von Freundschaft. Caroline ermutigt Samantha zu schreiben und ihre Texte im Dichterklub vorzutragen. Sie ist glücklich! Doch eine Entdeckung stellt Samanthas neues Lebensgefühl gründlich in Frage.
Kurzbewertung: Die Autorin hat diesen Roman mit einem hohen Maß an Feingefühl verfasst. Thematisch dreht sich die Handung um die Bewältigung des Schulalltags, den Wert von geschützten Räumen, Rolle und Funktion von Freundschaftfen für jede_n persönlich und dem Spagat zwischen Eigensinn, Selbstsein, Vetrauen, Offenheit und Selbtschutz. Lesenswert!

Zero Waste – weniger Müll ist das neue Grün von Shia Su
Inhalt:
Die Bloggerin Shia Su hat in diesem Buch viele hilfreiche Tipps zur Müllvermeidung zusammengetragen. Auch wer keinen Unverpacktladen in der Nachbarschaft hat, wird hier sicherlich den einen oder anderen Trick finden.
Kurzbewertung: Hilfreich für mich waren insbesondere die Rezepte für Herstellung eigener Putzmittel. Ich habe beispielsweise gelernt, weshalb mein erster Versuch nicht funktioniert hat. Mir persönlich fehlten an einigen Stellen leider tiefergehende Begründung, weshalb manche Dinge so sind, wie sie sind.

Außerdem habe ich noch den vierten und fünften Band der Saga-Reihe von Brian K. Vaughan und Fiona Staples begeistert gelesen. Auch „Der Dieb in der Nacht“ von Katharina Hartwell liegt endlich nicht mehr auf meinem Stapel ungelesener Bücher.

Pläne für den März
  • während der Fastenzeit den Zucker weglassen (außer Obst)
  • nach der langen OP-Erholungszeit soll Bewegung wieder fester Bestandteil meines Alltags sein
  • in einem Unverpacktladen einkaufen

Rückblick Januar 2017

Collage Rückblick Januar 2017

Mein Fotobuch für den Zeitraum Dezember 2015 bis Dezember 2016 ist fertig geworden. Es gefällt mir sehr! Ich blätter sehr gerne durch meine Fotobücher! Ich mache das viel lieber, als mich durch meine Fotos zu klicken.

Der Januar hat sich teilweise als sehr arbeitsintesiv und fordernd entpuppt. Dabei habe ich festgestellt, dass es mir nicht hilft, im Stress Kaffee zu trinken. Eine Tasse Kaffee am Mittag und mein Stresslevel steigt – zumindest subjektiv – um einige Punkte. Ich bin dann in höchster Alarmbereitschaft. Zukünftig wähle ich lieber Tee und trinke Kaffee nur noch im Urlaub und am Wochenende.

*

Das Buch „Die Entscheidung: Kapitalismus vs. Klima“ von Naomi Klein hat mich in diesem Monat sehr nachdenklich gemacht. Die Autorin erklärt zum einen auf welche Art und Weise Poilitik und Wirtschaft miteinander verpflochten sind, wie sie sich gegenseitig beim Klimaschutz behindern bzw. auch unterstützen könn(t)en. Zum anderen stellt sie viele Bündnisse und Initiativen vor, die erfolgreich gegen neue (oder bestehende) Kohlekraftwerke oder gegen Fracking vorgegangen sind.
Was mich überrascht, schockiert und auch frustriert hat ist, dass wir schon einige Klimachancen verpasst haben.

„Sie [die Erde] kann in ihrer jetzigen Form nicht überleben, wenn wir Menschen uns nicht ausrotten wollen. Kurz gesagt, wir haben auf diese Herausforderung nicht reagiert, weil wir gefesselt sind – politisch, physisch, kulturell. Erst wenn wir unsere Ketten erkennen, haben wir die Chance uns daraus zu befreien.“ (S. 84).

Viele Verstrickungen und Zusammenhänge verstehe ich nun besser. Ich habe Klarheit gewonnen. Doch hat mich diese Lektüre nicht optimistischer gestimmt. Viele Menschen hoffen auf ein Wundermittel gegen den Klimawandel und seine Auswirkungen, dieses Wundermittel wird es nicht geben. Geld und neue Technik wird die Erde nicht retten, wird uns nicht retten. Es gibt viele Fronten, an denen Dinge getan und verändert werden müssen. Gerade diese realistische Perspektive wirkt – zumindest auf mich – motivierend.

„Das Ziel ist nicht, ein paar gigantische grüne Lösungen zu entwickeln, sondern kleinere Ansätze unendlich zu vermehren.“ (S. 535)

Es geht einfach um saubere Luft, trinkbares Wasser und fruchtbare Erde.

Das Buch lohnt sich, da es reich an Details und Hintergrundinformationen ist. Wer sich bisher von der hohen Seitenzahl abschrecken lassen hat, den möchte ich ermutigen, sich an dieses Buch heranzuwagen!

Darübernhinaus gelesen im Januar

Harry Potter and the Deathly Hallows von J.K. Rowling:
Inhalt:
Im siebten und letzten Band der Reihe hat Lord Voldemort die Macht an sich gerissen und verbreitet nicht nur in der magischen Welt Angst und Misstrauen. Harry hat er noch nicht in seine Finger gekriegt. Als Harry 17 Jahre alt wird, erlischt der Schutzbann, den seine Mutter ihm geschenkt hat. Sein zuvor sicheres Versteck wird zur Gefahr und er muss fliehen… . Gleichzeitig wollen Harry, Ron und Hermione Dumbledores Auftrag erfüllen und die verbliebenden Horcruxe zerstören.
Kurzbewertung: Hermione begeistert mich immer wieder und Harry Potter zu lesen, ist ein großes Vergnügen. Wäre da nicht dieser Epilog. Argh!

Flutland von Emily Diamond
Dieser Science Fiction-Roman fiel mir in der Bücherei in die Hände und weckte mein Interesse.
Inhalt: Vor Jahren gab es eine große Flut, die die Landschaft Großbritanniens grundsätzlich veränderte. England hat moderner Technik den Rücken zugekehrt, während diese in Schottland noch genutzt wird. Dazwischen treiben Piraten ihr Unwesen.
Lilys Küstendorf wird von eben diesen überfallen! Kein Haus wird verschont und schließlich wird sogar die Tochter des Premierministers entführt. Lily nimmt die Sache selbst in die Hand und folgt den Piraten, um das Mädchen zu befreien.
Kurzbewertung: Mir gefiel der Klang der Sprache nicht. Würde mich ein Kind nach einem Science Fiction-Roman fragen, würde ich dem Kind diesen Roman nicht empfehlen wollen.

Elias und Laia – Eine Fackel im Dunkel der Nacht von Sabaa Tahir
Inhalt:
Der zweite Band setzt dort an, wo Band eins endet: Elias und Laia sind auf der Flucht und widersetzen sich so dem Willen des Imperiums. Ihr Ziel ist das Gefängnis von Kauf. Dort wollen sie Laias Bruder Darin aus dem Gefängnis befreien. Darin verfügt über Wissen, das dem Widerstand großen Auftrieb verleihen könnte.
Der Weg nach Kauf ist lang und entbehrlich. Elias und Laia werden im ganzen Imperium gesucht: jeder Bewohner und jede Bewohnerin kennt ihre Gesichter!
Kurzbewertung: Eine gelungene Fortsetzung, die nicht weniger brutal ist als Band eins. Zugleich ist es eine berührende Geschichte über Loyalität, Freundschaft und Liebe.

Das verborgene Tor von Eva Völler (Bd. 3 von Zeitenzauber)
Inhalt:
Anna und Sebastiano verschlägt es in das Jahr 1813. Sie leben in London und verkehren in den höchsten Kreisen der Gesellschaft. Unbemerkt nähert sich eine dunkle Gefahr, die die Existenz der Zeit gefährdet. Anna und Sebastiano sind ratlos, was ihre Aufgabe in dieser Zeit wohl sein könnte.
Kurzbewertung: Der dritte Band ist deutlich dunkler als die ersten beiden Bände der Trilogie. Ich fühlte mich recht gut unterhalten und würde sagen, dass die Trilogie zu einem guten Abschluss gekommen ist.

Black Rabbit Hall von Eve Chase
Inhalt:
Lorna und Jon suchen einen besonderen Ort für ihre Trauung. Lorna ist auf der Suche nach einem ganz bestimmten Haus in Cornwall, das sie als Kind oft mit ihrer Mutter besucht hat. Als das Paar das Haus tatsächlich findet, spürt Lorna eine Bindung zu diesem Haus, die sie sich nicht erklären kann. Schließlich versucht sie mehr über das Haus und ihre Gefühle herauszufinden.
Bewertung: Spannende und interressante Verpflechtungen verschiedener Biografien. Sehr angenehm zu lesen!

Daneben habe ich zwei Comic gelesen (Alex + Ada, Bd. 2 und Saga 3) sowie eine Sammlung von Erzählungen von Doris Lessing. Die Comis haben mir sehr großes Lesevergnügen bereitet, die Sammlung von Erzählungen hingen nicht, da ich kaum Zugang zu den einzelnen Erzählungen gefunden habe.

Außerdem habe ich mir das Bilderbuch „The Fox and the Star“ von Coralie Bickford-Smith genüsslich angeschaut. Es ist ein wirklich sehr schönes Bilderbuch, es tut dem Herzen und der Seele gut.

Pläne für den Februar

Da ich mich einer kleineren OP (mit Vollnarkose) stellen muss, werde ich mich im Februar vorrangig davon erholen. Ich nehme mir daher lieber nicht viel mehr vor.