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Fazit zur Konsumauszeit

Titelbild zum Fazit meiner Konsumauszeit

Der Monat ist vergangen und ich habe oft über meinen Konsum und Nicht-Konsum nachgedacht. Im Grunde fiel es mir recht leicht, nicht zu den verpackten Keksen zu greifen und keine neuen Bücher zu leihen oder zu kaufen. Ich war bei jedem Gang durch die Einkaufsstraße froh, dass ich nicht am Weihnachtsshoppingwahnsinn teilnehme und all diesen Kram links liegen lassen kann. Mein Fazit ist wieder eine Gedankensammlung und am Ende geht es gar nicht mehr um das Kaufen und Nicht-Kaufen.

Konsum als Ablenkung

Vor ein paar Jahren habe ich schon einmal eine Konsumauszeit gemacht. Alleine, nur für mich und mit dem Ziel Geld zu sparen. Es fiel mir damals schwerer. Diese Konsumauszeit fiel damals ebenfalls in den November und all der Glitzer, das Blingbling der Geschäfte zog mich an. Ich denke, ess fällt mir inzwischen leichter, da mein tägliches drumherum anders aussieht und auch das innendrinn anders aussieht. Es gibt weniger Stressquellen. Damals wohnte ich in einer Wohnung, in der die Heizung immer mal wieder ausfiel, gleichzeitig waren da Prüfungsstress und Zukunftssorgen (Werde ich später eine Stelle finden? Studiere ich auch das richtige Fach? usw.). Was ich damit sagen möchte:

Wenn ich zufrieden bin, brauche ich weniger Ablenkung von meiner Unzufriedenheit.

Gleichzeitig gilt auch: Lenke ich mich weniger von den Gründen meiner Unzufriedenheit, kann ich diese vermutlich besser angehen und meinen Alltag Schritt für Schritt verändern.

Was ist mir wichtig?

Oder auch: Was brauche ich zum Leben? Brauchen ist so eine Sache für sich. Ich besitze einige Dinge, die ich zum puren Überleben nicht brauchen würde, dennoch empfinde ich diese Dinge als nützlich oder schön.
Als ich mir diese Frage zum ersten Mal bewusst stellte, hielt ich meine Antworten sehr allgemein. Es war quasi so, dass ich erst das abkratzen musste, was die Gesellschaft, Werbung, Familie oder wer auch immer mir für Prioritäten mitgegeben hat. Inzwischen antworte ich anders und kann besser formulieren, was mir persönlich wichtig ist.

Im Alltag gehört dazu beispielsweise

  • guter Schlaf
  • eine warme Tasse Tee in den Händen halten
  • nährendes Essen
  • Bewegung
  • ruhige Momente
  • frische Luft
  • Gespräche, die das Herz zum Singen bringen
Meine aktuelle Baustelle

Aktuell beschäftigt mich die Themen Zeitwohlstand und Umgang mit meiner Zeit sehr. Auch meine Konsumauszeit stand im Licht dieser Frage. Ich bin zu folgender Erkenntnis gekommen:

Jeglicher Konsum beansprucht Zeit/Energie.

Ich möchte gerne alles was ich besitze benutzen und sorgsam mit den Dingen umgehen, damit sie mir lange erhalten bleiben. In diesem Kontext bedeutet das Wort Konsum mehr als Kaufen von Dingen. Es geht mir auch um Inhalte oder Informationen mit denen ich mich beschäftige. Auch dieser Konsum benötigt Zeit und meine persönliche Energie. Ich kann nur ein bestimmtes Maß an Information pro Tag sinnvoll verarbeiten bevor alles zu einer Art Sumpf wird.

Auf diesem Hintergrund erhält auch mein Minimalismus eine neue Dimension. Das ist noch Neuland für mich und diese Entwicklung wurde nicht nur durch die Konsumauszeit angestoßen, auch mein fernsehfreier Monat und Gespräche mit anderen Minimalist_innen spielen eine Rolle. Im Grunde sage ich mir: es bleibt weiter spannend.

Konsumauszeit – Woche 2 & 3

Titelbild Konsumauszeit

Heute berichte ich von meinen Gedanken der letzten Zeit zum Thema Konsumauszeit. Es geht um eine Kleidertauschparty, Konsumwünsche und meinen Stapel ungelesener Bücher.

Erfahrung: Kleidertauschparty

In dieser Woche habe ich eine Kleidertauschparty besucht. Dort habe ich nicht mehr (gerne) getragene Kleidungsstücke gegen „neue“ Kleidungsstücke getauscht. Am meisten hat es mich gefreut als ich gesehen habe, dass meine „alten“ Kleider neue Besitzerinnen gefunden haben. Ich glaube, dieses Gefühl war das Beste an der ganzen Sache.

Konsumwünsche

Seit längerer Zeit schon stand eine „Küchenmaschine / Mixer / oder ähnliches“ auf meiner Wunschliste. Nachdem ich vor ca. drei Jahren meinen Pürierstab zu sehr beansprucht hatte, habe ich mir nicht gleich ein neues Gerät gekauft. In diesem Monat wurde mir eine gebrauchte „Küchenmaschine / Mixer / oder ähnliches“ angeboten und ich habe das Angebot angenommen. Das Gerät steht seit gestern in der Küche. In diesem Fall hat sich das Zögern und Warten gelohnt und Verpackungsmüll gab es in diesem Fall auch keinen.

Konsumwünsche bleiben. Ich kann sie aber (meistens) aushalten und abwarten. Bücher, Filme, ein neues Smartphone, … diese Wünsche wandern fast regelmäßig durch meinen Kopf. Das ist für mich in Ordnung. Der Unterschied liegt für mich darin, ob ich sofort nachgebe oder erst prüfe. Es ist interessant zu beobachten, welche Wünsche immer wieder kommen und warum!

Gleichzeitig habe ich meine Büchermerkliste merklich reduziert und führe nur noch eine Bücherwunschliste. Mein Stapel ungelesener Bücher hat sich minimal reduziert. Zu Beginn der Konsumauszeit hatte ich ja entschieden mir keine weiteren Bücher zu kaufen oder aus der Bücherei auszuleihen. Dieses Vorhaben werde ich auch mit in den Dezember nehmen. Ich lese erstmal die Bücher, die schon in meinem Regal stehen. Viele sind bestimmt ganz toll und warten sehnsüchtig darauf von mir gelesen zu werden!

Konsumauszeit im November

Titelbild Konsumauszeit

Nach dem fernsehfreien Monat folgt nun eine Konsumauszeit im November. Diese Aktion gab es bereits im letzten Jahr und ist von Svenja & Marc ins Leben gerufen worden, teilgenommen habe ich nicht, da ich mir im November 2015 unter anderem gerne einen Teppich für das Wohnzimmer kaufen wollte.

Auszeiten verhelfen mir dazu, neue Perspektiven zu entdecken und einzunehmen. Sie motivieren mich dazu Dinge anders zu machen oder sie überhaupt mal auszuprobieren. Außerdem ermöglichen Auszeiten das Auftauschen unbequemer Fragen. Unbequeme Fragen sind energiegeladen, werfen das Licht in dunkle Ecken und sorgen dann irgendwie für Klarheit. So unbequem sie auch sind, ich mag unbequeme Fragen (ergibt das Sinn für dich?).

Die Grundregeln der Konsumauszeit
  • 30 Tage lang nichts (Neues) kaufen
  • ausgenommen sind: Lebensmittel, Drogerie-/Haushaltsartikel (nur wenn vorheriges Produkt aufgebraucht ist)
  • Wenn etwas Wichtiges kaputt geht: erst reparieren, ansonsten ersetzen (wenn möglich gebraucht)
  • Leihen und Tauschen sind nicht nur erlaubt, sondern sogar ausdrücklich erwünscht!
Mein Hauptaugenmerk
  • Quengelware, Kekse, Schokolade
    Meine Schwäche für Süßigkeiten ist groß! Quengelware an der Kasse? Bingo! Hier im Bio-Supermarkt steht das gesamte Süßwarenregal direkt vor den Kassen. Mich stört hier nicht nur mein hoher Zuckerkonsum, sondern auch die vielen Verpackungen. Im November kaufe ich daher keine Süßigkeiten. Werden Kekse gebraucht, backe ich selbst.
  • Bücher
    Meine Stapel ungelesener Bücher wächst mir langsam über den Kopf. Es sind auch in der Tat zwei Stapel! Ich habe einen Büchereistapel und einen Besitzstapel. Im November leihe ich keine weiteren Bücher aus, kaufen werde ich ebenfalls keine. Ich möchte nämlich die Bücher, die aktuell hier sind lesen – am liebste alle sofort.
  • konsumvorbereitendes Surfen
    „Oh! Ein neues XYZ! Gleich mal anschauen. Mhhmm, brauche ich das? Nein, aber vielleicht das hier. Klick!“ – und schwupp sind mindestens 30 Minuten vergangen. Ich möchte das im November lassen und ich hoffe, es fällt mir rechtzeitig auf.
Was trotzdem passieren wird…

Ich werde im November sicherlich meine Frisörin besuchen und mir meine Haare schneiden lassen. Fahrkarten für Bus & Bahn werde ich ebenfalls kaufen.