Konsumauszeit – Woche 1

Titelbild Konsumauszeit

Meine Konsumauszeit begann mit einem Feiertag! An diesem Tag habe ich Kekse für den Besuch gebacken, die Reste sind auch schon aufgegessen. Was mich gefreut hat: Ich hatte alle Zutaten für die Kekse im Haus! Diese Erfahrung hat mich zudem davon überzeugt, dass Selberbacken nicht unbedingt viel Zeit braucht und gleichzeitig Verpackungsmaterial spart. Theoretisch war mir das klar, praktisch allerdings ist der Griff zu den verpackten Keksen mit der Zeit zur Gewohnheit geworden.

Konsum-Gedankenschnipsel
  • Ist diese Konsumauszeit eher ein Konsumaufschub? Oder ist so eine Auszeit auch eine Übung? Eine Übung, um nein sagen zu lernen und mit dem was da ist zufrieden zu sein. Eine Übung, immer wieder nein zu sagen. Nein zu mehr und ja zum genug?
  • Manchmal schlender ich Abends durch die Fußgängerzone, schaue in die Schaufenster und wundere mich immer wieder darüber, dass schon wieder „Sale“ ist. In den Fenstern werden oft schöne Dinge ausgestellt. Gerade zu dieser Jahreszeit sehen die Schaufenster sehr gemütlich und einladend aus. Ich schaue mir das gerne an: des Anschauens wegens. Haben möchte ich die Dinge nicht. Da geht es mir so ähnlich wie Milena Glimbovski. In einem Interview mit Edition F sagte sie an einer Stelle:

„Nur weil ich etwas schön finde, auch gerade bei anderen, dann muss ich es ja nicht sofort selbst besitzen.“

  • Das ist auch etwas, was ich weiter üben möchte. Dinge wertschätzen und mich an ihnen erfreuen, ohne das Ding selbst haben zu wollen. Nicht alles was schön ist, passt zu mir oder meinem Alltag und muss in meinen Besitz übergehen.

TV-Tipp

In der dieser Woche habe ich eine Dokumentation zum Klimawandel im Hinblick auf den Anbau von Lebensmitteln in der ZDF-Mediathek angesehen. „Klimawandel im Supermarkt – wie sich unser Essen – verändert“ zeigt anschaulich, wie sich das Klima bereits heute schon auf den Anbau von Kaffee auswirkt. Je weiter die Erderwärmung voranschreitet, umso stärker sind die Auswirkungen. Nun kann man streiten, ob Kaffee ein wichtiges Lebensmittel sei, doch im Laufe der Sendungen ist auch auf Bananen, Reis und andere Getreidesorten eingegangen worden. Sehenswert!

2 Kommentare

  1. Für mich hat Minimalismus bzw Konsumreduktion sehr viel zu tun mit „Nein“ sagen und Loslassen.
    Manchmal ist es echt hart, wird meistens aber um so mehr mit dem Gefühl der Leichtigkeit und Freiheit belohnt.
    Liebe Grüße
    Eugenia

    • Hej Eugenia,
      Leichtigkeit und Freiheit – hört sich gut an!
      Ich habe auch den Eindruck, dass Minimalismus nach dem Sachen loslassen eine weitere Dimension gewinnt. Dann rückt nämlich das WIE? in den Vordergrund und das ist total spannend. Und schwer ist es manchmal eben auch, da dieses WIE? nicht nur das Außen betrifft sondern auch das Innere.
      So viel für heute!
      LG Annika

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