Ruhe im Kopf – Was mir aus der „Grübelfalle“ hilft

Titelbild Ruhe im Kopf - Was mir aus der "Grübelfalle" hilft

Kennst du die „Grübelfalle“? Mir passiert es immer mal wieder, dass ich in die „Grübelfalle“ falle. Meine Gedanken drehen sich im Kreis und sind tendenziell eher negativ eingefärbt. Umso länger ich diesem Gedankenstrom folge, desto schlechter wird meine Laune. In der „Grübelfall“ gibt es kein vor und kein zurück. Es gibt nur das Wiederkäuen der immer selben Gedanken.

Was mir nicht aus der „Grübelfalle“ heraus hilft

Wenn ich in der „Grübelfalle“ gelandet bin, hilft es mir nicht, mich mit Netzinhalten oder den sozialen Netzwerken abzulenken. Im Vergleich zu meinem Leben erscheint mir das Leben der anderen Menschen dann als besser, schöner, leichter, usw. – und dieser Vergleich trübt die Stimmung weiter. Auch Komfort-Nahrung oder Einkaufen hilft mir nicht. Diese Verhaltensweisen helfen mir nicht, der Sache auf den Grund zu gehen.

Was mir aus der „Grübelfalle“ hilft

Wenn ich in der „Grübelfalle“ sitze, ist es gar nicht so leicht den Kreislauf der Gedanken zu durchbrechen. Dieses Kreiseln der Gedanken verdeckt meiner Erfahrung nach oft bestimmte Erkenntnisse oder Gefühle. Würde ich diese Erkenntnisse wahrnehmen oder die Gefühle erleben, käme ich eher aus der Falle wieder heraus.

  • die Dinge ordnen
    Wenn ich Routineaufgaben (wie bspw. putzen, aufräumen, Staub wischen) erledige, ordne ich nicht nur die Dinge um mich herum, sondern stelle wundersamer Weise auch wieder ein Stück Ordnung in meinem Kopf her. Hilfreich ist dies für mich nur, wenn ich auf eine zusätzliche Beschallung durch Musik, Podcasts, etc. verzichte.
  • die Perspektive ändern
    Ich verlasse die Wohnung, gehe spazieren, bewege mich. Nehme ich physisch eine andere Perspektive ein, kann ich oft auch meine Gedanken aus einem anderen Blickwinkel betrachten.
  • das Gespräch suchen
    Manchmal hilft auch ein Gespräch mit einer anderen Person. Allerdings funktioniert das bei mir nicht mit jeder Person in jeder Situation. Auf platte Standardantworten verzichte ich so oder so lieber.
  • Fragen stellen & die Antworten aufschreiben
    Was beschäftigt mich gerade?
    Wie fühle ich mich?
    Kann ich eine Grundursache benennen, die sich unter dem Gedankenkreisel verbirgt?
    Was kann ich kurz- und langfristig tun, damit sich etwas ändert oder damit ich mich besser fühle? Was tröstet mich?

Grundsätzlich hilft mir meine tägliche Meditationszeit dabei, meine Gedankenmuster zu beobachten, zu erkennen und Gedanken als Gedanken wahrzunehmen. Wir denken nämlich ziemlich viel und nicht alles, was wir denken, ist die Wahrheit.

Am Rand der „Grübelfalle“ – Zeit für Selbstfürsorge

Bin ich der „Grübelfalle“ entkommen, brauche ich oft noch Zeit, meine Wunden zu pflegen. Je nach dem was diese Grübelei verdeckt hat, brauche ich vielleicht Trost oder Zeit, um mich zu versöhnen. Ich versuche dann gut für mich selbst zu sorgen, sich selbst etwas gutes tun. Dann geht es wieder besser.

Kennst du die „Grübelfalle“? Wie gehst du mit dieser Situation um? Was hilft dir? Was hilft dir nicht?

1 Kommentare

  1. Liebe Annika, weise Worte! Da bin ich vollkommen bei dir. Ist man erst einmal drin, scheint der Weg nach draußen steinig und hart. Und dennoch, ich meine, von nichts kommt nichts. Ich bin überzeugt, man tappt nur sehr selten ganz zufällig in die Grübelfalle, denn meist hat man etwas so lange im Inneren liegen lassen, dass es nun mit aller Kraft versucht, sich an die Erdoberfläche zu drängen. Und dann kommt das große Grübeln und will nicht einfach wieder weg. Meiner Erfahrung nach beschäftigt man sich in dieser Denkschleife meist mit den falschen Dingen. Erst lange Zeit später versteht man plötzlich, worum es da damals eigentlich ging und oft überrascht davon, wie kurzsichtig man doch in Wahrheit ist. Ähnlich wie bei einem Puzzle, sind erst alle Teile gelegt, macht das Ganze erst einen Sinn und das dauert!

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