Gelesen im Oktober 2017

Titelbild Gelesen im Oktober 2017

Wenn ich mir anschaue, wie viele Bücher ich im Oktober gelesen habe, wundert es mich nicht, dass ich keine Zeit zum bloggen gefunden habe! Außerdem habe ich noch mit dem Kleiderschrank-Projekt von Anuschka Rees beschäftigt.

Jugendbücher

Emma, der Faun und das vergessene Buch von Mechthild Gläser
Inhalt:
Emma besucht das altehrwürdige Internat Stolzenburg. Obwohl ihr Vater der Schulleiter ist, teilt sie ich mit einer anderen Schülerin das Zimmer und das Bad. Als sie nach einem eher wenig erholsamen Urlaub mit ihrer Mutter aus den Sommerferien zurückkommt, beschließt sie einen geheimen Buchclub zu gründen. Zusammen mit ihren Freundinnen richtet sie sich die alte Bibliothek in einem nicht mehr genutzten Teil des Anwesens her. Dort findet sie zufällig eine geheimnisvolle Chronik über die Geschichte des Internats. Die Chronik ist etwas besonderes, da alles, was Emma hineinschreibt, auf die eine oder andere Weise wahr wird… .
Bewertung: Mich hat dieses Leseerlebnis ein wenig an das Lesegefühl erinnert, das mir früher die Hanni & Nanni-Bände von Enid Blyton gegeben hat. Ich hatte also große Lesefreude, fühlte mich gut unterhalten – dieses Jugendbuch eignet sich perfekt für schlechtes Wetter und eine Tasse Tee.

Finding Audrey von Sophie Kinsella
Der deutsche Titel lautet „Schau mir in die Augen, Audrey“
Inhalt: Audrey hat Angst vor Menschen. Sie verlässt ihr Elternhaus nur wenn es wirklich sein muss. Zudem trägt sie immer eine schwarze Sonnenbrille, auch im Haus. Eines Tages wird sie zuhause von einem Freund ihres Bruders überrascht und gerät in Panik. Doch Linus lässt sich von dieser Erfahrung nicht abschrecken, er ist neugierig und versucht Audrey kennenzulernen. Linus lädt Audrey in ein Café ein. Wird Audrey hingehen?
Bewertung: Audrey lebt in einer sympathischen Familie, die versucht das Beste aus der Situation zu machen. Das Buch liest sich wie ein Erfahrungsbericht, als Leser_in erfährt man sehr viel über Audreys Innenleben. Ein Herzensbuch, das mal traurig und mal hoffnungsvoll stimmt. Ich habe diesem Titel dennoch nur vier von fünf Sternen gegeben, da mich ein Aspekt der Rollenverteilung stärker beschäftigt hat: „Ist Linus der Prinz auf dem weißen Pferd?“.

Wolkenschloss von Kerstin Gier
Inhalt:
Fanny Funke macht ein Jahrespraktikum in einem alten Grand Hotel in den schweizer Bergen. Das Wolkenschloss ist bereits etwas in die Jahre gekommen und erst zum berühmten Silversterball ist das Haus wieder ausgebucht. Alte Stammgäste und neue Gäste strömen in das Hotel und das Personal hat alle Hände voll zu tun. Fanny arbeitet in der Kinderbetreung und im Wellnessbereich, dabei fallen ihr immer wieder Merkwürdigkeiten auf. Dann wird plötzlich alles sehr turbulent und Fanny begibt sich selbst in große Gefahr.
Bewertung: Wer den typischen Kerstin Gier-Humor mag, wird an diesem Titel große Freude haben. Es ist ein kurzweiliger und unterhaltender Jugendroman mit minimalen fantastischen Elementen. Hätten gerne mehr sein dürfen!

Romane

The Handmaid’s Tale von Margaret Atwood
Der deutsche Titel lautet „Der Report der Magd“
Inhalt: Nach diversen nuklearen Zwischenfällen und Umweltkatastrophen sind viele Menschen in den USA unfruchtbar geworden. Eine christlich-fundamentalistische Gruppierung erlangt die Kontrolle über den Staat: sie ermorden die Kongressmitglieder und den Präsidenten, setzen die Verfassung außer Kraft und gründen die Republik Gilead. Auch die Erzählerin Offred wird von dieser Entwicklung überrascht, ihren normalen Alltag gibt es plötzlich nicht mehr. Ihre einzige Aufgabe im neuen Staat: Kinder gebären. Ihr neuer Alltag ist stark geregelt und kontrolliert. Würde sie gegen die Kontrolle aufbegehren, liefe sie Gefahr hingerichtet zu werden. Doch bei aller Kontrolle und Strenge, ihre eigenen Sehnsüchte und Wünsche kann das System nicht einfach auslöschen.
Bewertung: Zu Beginn habe ich nicht gleich verstanden, was dort im Buch gerade passiert – da habe ich erst überlegt, ob es vielleicht besser wäre den Titel auf Deutsch zu lesen. Doch sobald die Erzählerin Offred Klarheit gewinnt, wurde vieles auch für mich als Leserin klarer. Die Handlung setzt sich aus Beschreibungen, Rückblenden, Gebeten und aus einer Art von Briefen an vermisste Personen zusammen. Im Hinblick auf die gesellschaftliche Entwicklung ist das sehr interessant zu lesen, einen fulminaten Spannungsbogen gab es leider nicht. The Handmaid’s Tale ist ein Klassiker der Science Fiction, der seit seine Veröffentlichung vor ca. 30 Jahren nicht an Relevanz (und Schrecken) eingebüßt hat.

Der Ghostwriter von Cecelia Ahern
übersetzt von Christine Strüh
Inhalt: 
Herman Banks war als Kind von Armut betroffen, doch als Erwachsener ist er Mulitmillionär. Sein sehnlichster Wunsch ist es einen großartigen Roman zu schreiben. Ein Meisterwerk soll es werden. Er wählt ein altes Haus im Südwesten Englands als passendes Schreibambient. Das Haus gehörte eins einem Autor, den Herman sehr bewundert. In England angekommen, leidet Herman an einer Schreibblockade. Irgendwann bemerkt er merkwürdige, unheimliche Entwicklungen in seinem Arbeitszimmer … .
Bewertung: Dieser Titel ist auf keinen Fall ein typischer Cecelia Ahern-Titel. Es ist eine schaurige und unterhaltsame Novelle, die sich gut zwischendurch lesen lässt. Ich habe sie passenderweise an Halloween gelesen.

Sachbuch bzw. Erlebnisbericht

Barfuß auf dem Sommerdeich: Mein Halligleben zwischen Ebbe und Flut von Katja Just
Inhalt:
Katja Just erzählt in kurzen Kapiteln wie sie mit gerade einmal 25 Jahren aus der Großstadt Münschen auf die Hallig Hooge gezogen ist. Sie erzählt persönliche Geschichten, berichtet über besondere Tradtionen auf der Hallig und ihren Erfahrungen in der Lokalpolitik und dem Tourismus.
Bewertung: Leider hat mir dieser Titel gar nicht gefallen. Besonders störten mich die zahlreichen Wiederholungen. Zudem hatte ich den Eindruck, dass die Autorin sehr distanziert von ihrem Erleben berichtet. Ihre Beschreibungen sind größtenteils sehr informativ, doch ich hätte mir mehr Innenschau, mehr Seele und mehr Erleben gewünscht.

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