Gelesen im Juni 2017

Anfang Juli habe ich einige Tage im Krankenhaus verbracht, da ich operiert werden musste. Aufgrund dieser OP und dessen Nachwirkungen, schreibe ich erst jetzt über meine gelesenen Bücher im Juni.

Sweet Caress von Wiliam Boyd
Inhalt:
„Sweet Caress“ ist ein Roman, der sich liest wie eine Biogarphie. Die Hauptfigur Amory Clay wird zu Beginn des 20. Jahrhunderts geboren und wächst zunächst sehr behütet auf, doch der Schatten des Ersten Weltkriegs fällt auch auf ihre Familie. Als ihr Vater von seinem Kriegsdienst zurückkehrt, ist er nicht mehr dieselbe Person.
Nach ihrem Schulabschluss lässt sie sich von ihrem Onkel Greville zur Fotografin ausbilden. Fotografie als Kunstform findet noch nicht die gesellschaftliche Akzeptanz, die ihr gebührt und dennoch bringt Amorys Passion sie an die verschiedensten Schauplätze der Weltgeschichte. Ein weiterer wichtiger Teil der Handlung sind ihre Liebesbeziehungen und Freundschaften.
Bewertung: Ich habe diesen Roman nur schwer wieder zur Seite legen können! Amory Clay ist eine spannende Frau, die viel erlebt. Sie erlebt großes Glück und meistert zugleich harte Widrigkeiten. Es ist fast ein bisschen schade, dass es sich bei der Figur der Amory Clay bloß um eine Romanfigur handelt.

Sterben von Karl Ove Knausgård
Aus dem Norwegischen von Paul Berf
Inhalt:  Im ersten Band seines autobiografischen Romanprojekts beschäftigt sich der Autor mit seiner Kindheit und Schulzeit in Norwegen sowie der Beziehung zu seiner Familie – insbesondere zu seinem Bruder und seinem Vater. Knausgård beschreibt seine Welt detailiert und sorgfältig. Auch seine Gedanken und Gefühle reflektiert weitreichend. Er schreibt ohne zu beschönigen, aber ohne Dramatik.
Bewertung: Ich verstehe jetzt, weshalb die einen ihn lieben und die anderen nicht. Ich selbst kann mich nicht wirklich entscheiden, was ich über dieses Buch denken soll. Einerseits ist es als ob man dem Autor direkt in den Kopf schaut, seine Gedanken ungefiltert erfährt und andererseits kann das sehr langatmig werden, da kaum Spannung aufkommt. Nichtsdestotrotz werde ich irgendwann in der Zukunft zum nächsten Band greifen.

Das letzte Polaroid von Nina Sahm
Inhalt:
Kinga aus Ungarn und Anna aus Deutschland treffen sich zum ersten Mal während eines Familienurlaubs am Balaton. Kingas Eltern geben ihr viel Freiraum, Annas Eltern halten ihre Tochter an der kurzen Leine. Zusammen mit Kinga erlebt Anna vieles zum ersten Mal. Nach einer verbotenerweise durchfeierten Nacht reisen Annas Eltern sofort ab, doch die Freundinnen halten Kontakt. Als Kinga Jahre später nach einem Unfall ins Koma fällt, reist Anna nach Budapest und taucht in das Leben ihrer Freundin ein.
Bewertung: Ein angenehmer Roman mit einer ziemlich unsympathischen Hauptperson. Ich hätte ihr gerne einige Mal auf die Schulter getippt und ihr geraten, ihr Handeln gründlich zu überdenken!

The Fault in our Stars von John Green
Inhalt: Hazel ist an Krebs erkrankt, schon lange – ein neues Medikament, verhindert das ihre Lungenmetastasen weiterwachsen. Das Medikament schenkt ihr Zeit, um zu leben. Hazel hat nicht viel Kontakt zu anderen Jugendlichen. Warum soll sie sich mit ihnen anfreunden, wenn sie ihnen so oder so später das Herz brechen wird?, fragt sie sich.
Hazels Mutter ist besorgt um ihre Tochter und schickt sie deshalb zu einer Selbsthilfegruppe für an Krebs erkrankte Jugendliche. Wiederwillig besucht Hazel die Gruppe, doch als Augustus dazustößt, ändert sich ziemlich viel in Hazels Leben.
Bewertung: Dieser Roman beührt und bewegt mich immer wieder. Die englische Originalversion lag schon eine ganze Weile auf meinem SUB und das hatte auch einen Grund: Ich wollte den Roman unbedingt in Amsterdam lesen. Das habe ich dann auch getan und es hat mir viel Freude bereitet, den Roman an einem Ort der Handlung zu lesen!

Mein Freund Pax von Sara Pennybacker.
Aus dem Amerikanischen übersetzt von Birgitt Kollmann.
Inhalt: Peters bester Freund ist ein Rotfuchs namens Pax. Peter hat Pax in einem verlassenen Fuchsbau gefunden, den Welpen aufgepäppelt und gerettet. Seit dem Tod von Peters Mutter leben Vater und Sohn alleine. Als Peters Vater zum Krieg eingezogen wird, zwingt er seinen Sohn den Fuchs in der Wildnis auszusetzen. Peter soll ab nun bei seinem Großvater leben, doch die Sorge um Pax ist zu groß, so dass er gleich in der ersten Nacht mit der Suche nach seinem Freund beginnt. Während die Front immer näher rückt, versucht auch Pax seinen Weg zurück zu Peter zu finden – ein abenteuerlicher Wettlauf beginnt.
Bewertung: Dieses Kinderbuch ist Balsam für die Seele! Ein Kinderbuch, das auch Erwachsene ganz wunderbar lesen können. Es ist eine feine Geschichte über Freundschaft, über Vertrauen und Grenzüberwindung. Besonders gefallen hat mir die Darstellung der Füchse: Sie kommunizieren miteinander (nicht durch wörtliche Rede), drücken sich aus und bleiben zugleich Tiere. Es finden keine meiner Meinung nach keine seltsame Vermenschlichung statt.

We should all be feminists von Chimamanda Ngozi Adichie
Inhalt:
Dieses Büchlein basiert auf einem TED-Talk der Autorin aus dem Jahr 2012. Chimamanda Ngozi Adichie erklärt deutlich und klar, weshalb wir den Feminismus brauchen. Sie sensibilisiert für Geschlechter(un)gerechtigkeit.
Bewertung: Kompakt und überaus lesenswert!

Ökoroutine – Damit wir tun, was wir für richtig halten von Michael Kopatz
Inhalt:
Michael Kopatz zeigt Möglichkeiten auf, wie Umwelt- und Klimaschutz politisch und wirtschaftlich zur Routine werden kann. Sind diese neuen Routinen erstmal zur Gewohnheit geworden, braucht sich das einzelne Individuum – also der einzelene Menschen – nicht mehr täglich darüber den Kopf zu zerbrechen, wie sie_er möglichst nachhaltig lebt. Zentral sind dabei Strukturänderungen, da bewusster Konsum alleine das Ruder wohl nicht herumreißen wird.
Bewertung: Klimaschatz als Defaulteinstellung auf allen Ebenen! Ein gut verständliches Buch über Nachhaltigkeit, Klimaschutz und die notwendigen strukturellen Veränderungen, das auch Hintergrundinfos anbietet. Da der Autor sich oftmals wiederholt, war die Lektüre hin und wieder sehr zäh. Hartnäckigkeit lohnt sich, da man viel über die verschiedensten Zusammenhänge lernen kann.

Außerdem habe ich noch Band sechs der Saga-Reihe von Fiona Staples und Brian K. Vaughan gelesen. Auch dieser Band war wieder sehr spannend und hat mich amüsiert. Ich freue mich schon auf den siebten Band!

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