Gelesen im August 2017

Im August habe ich drei Bücher gelesen, die ich mir selbst gekauft habe und zwei, die ich mir aus der Bücherei bzw. der Onleihe ausgeliehen hatte. Ich hatte mir ja vorgenommen weniger auszuleihen, damit ich mir Zeit für meinen Besitz-Stapel-ungelesener Bücher nehmen kann. Der Stapel ist also etwas kleiner geworden!

Gelesene Sachbücher August 2017

Rising Strong von Brené Brown
Brené Brown ist Professorin für soziale Arbeit an der Houston University in Texas, USA. Sie beschäftigt sich mit den Themen Scham, Verletzlichkeit und Mut. Sie hat bereits diverse Bücher über diesen Themenkomplex verfasst, die teilweise auch ins Deutsche übersetzt wurden.
Inhalt: In Rising Strong stehen die Geschichten im Zentrum, mit denen wir uns die große und die kleine Welt erklären. Fehlen uns Informationen, mutmaßen wir, weshalb andere oder wir selbst die Dinge so oder so handhaben: Person XY geht nicht auf mich ein, da sie mich ____ findet. Diese erfundenen Geschichten sind selten hilfreich und trotzdem benutzen wir sie, um unsere Identität zu stützen. Rising Strong beschreibt den Prozess, bei dem wir uns von diesen Geschichten lösen und befreien.
Bewertung: Dieses Sachbuch ist kein Ratgeberbuch im herrkömmlichen Sinn. Die Autorin zeigt anhand von persönlichen Beispielen wie der Rising Strong-Prozess aussehen kann, stellt einen Leitfaden zur Verfügung und ermutigt dazu, die Geschichten, die man sich selbst den lieben langen Tag erzählt mit neugierigen Augen zu erforschen.

Überbitten von Deborah Feldman
Übersetzung aus dem Englischen von Christian Ruzicska
Inhalt: Überbitten hat Deborah Feldman einige Jahre nach ihrem biografischen Werk Unorthodox verfasst. In Unorthodox beschreibt sie ihren Lebensweg, der zur Flucht aus der ultraorthodoxen Gemeinde der Satmarer Jugeden geführt hat. In Überbitten erzählt die Autorin über die Jahre nach ihrer Flucht: die bittere Armut, der sie in Manhatten begegnet ist und der beängstigenden Einsamkeit. Als Unorthodox ein Bestseller in den USA wird, sind zumindest ihre finanziellen Sorgen gelöst. Sie zieht aufs Land, verlässt Manhatten, versucht in Amerika anzukommen und ist auf der Suche nach sich selbst. Ihre Spurensuche führt sie schließlich nach Europa. Sie besucht die Orte, an denen ihre Großmutter gelebt hat. Dort wird sie mit all ihren Ängsten, Zweifeln und Vorurteilen konfrontiert, ein weiterer schmerzhafter Befreiungsprozess beginnt.
Bewertung: Für diesen Titel brauchte ich definitiv Leseausdauer! Es war nicht immer leicht zu lesen und hat mich teilweise sehr erschüttert. Genau wie Unorthodox ist auch Überbitten ein wichtiges und lesenswertes Buch!

Ene, mene Missy! Die Superkräfte des Feminismus von Sonja Eismann
Inhalt:
Sonja Eismann schreibt über die Grundlagen des Feminismus (Was will der Feminismus? Woher kommt der Feminismus? Was ist der Feminismus?). Sie zeigt auf, woher so manche Vorurteile kommen und zeigt an alltagsnahen Beispielen, weshalb Feminismus auch im Jahr 2017 immer noch relevant ist.
Bewertung: Hier wird erklärt, ohne zu erschlagen. Die Lektüre regt zum kritischen Denken und zur kritischen Reflexion an. Dieses Jugendsachbuch hätte ich sehr gerne schon vor 15 Jahren gelesen!

Gelesene Romane im August

A Closed and Common Orbit von Becky Chambers
Inhalt:
Dieser Roman macht dort weiter, wo das Debütwerk „The Long Way to a Small, Angry Planet“ endet. Eine Fortsetzung ist es nicht unbedingt, obwohl es im selben Universum spielt. Da ich Spoiler ermeiden möchte, verzichte ich auf eine Inhaltsangabe. Es ist unmöglich über „A Closed and Common Orbit“ zu sprechen, ohne zuviel über das erste Buch zu verraten!
Bewertung: Ähnlich wie das erste Buch handelt auch dieser Roman primär von Beziehungen (zu sich selbst und zu anderen). Auch das Bild, das von sich selbst, spielt eine Rolle. Science Fiction für das Herz und für die Seele!

The Book of Speculation von Erika Swyler
Inhalt:
Simon Watson, von Beruf Bibliothekar, lebt in seinem Elternhause, das langsam zerfällt. Es steht am Ufer des Long Island Sound und müsste dringend saniert werden, doch Simon fehlt das nötige Geld. Seine Eltern sind beide verstorben, seine Schwester ist Schaustellerin und legt Tarot-Karten. Als Simon ein mysteriöses Buch erhält, kommt er einem Familiengeheimnis auf die Spur: nicht nur seine Mutter ist ertrunken, sondern auch seine Großmutter. Obwohl beide als Meerjungfrauen in einem Zirkus gearbeitet haben und minutenlang die Luft anhalten konnten! Liegt ein Fluch auf der Familie? Ist auch seine Schwester nun in Gefahr?
Bewertung: Mäßig spannender Roman über einen Zirkus und eine leicht komplizierte Familiengeschichte. Sympatische Charaktere!

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