[Gelesen] „Das Licht der letzten Tage“ von Emily St. John Mandel

Foto "Das Licht der letzten Tage"

Dieses Buch landete eine Weile vor dem Erscheinungstermin auf meiner Buchliste. Ich glaube, es tauchte in meinem Instagram-Feed auf. Es sah schön aus und auch der Titel sprach mich an. Es amüsierte mich als etwas später auch das englische Original „Station Eleven“ auf dieser Liste landete*. Hier hat mich die Besprechung einer BookTuberin angesprochen. Leider habe ich das Video nicht wieder gefunden.

Inhalt

Eine Grippewelle, mal wieder. Erst nimmt sie niemand ernst – immer wieder wurden die Menschen durch solche Grippewellen alarmiert, aber passiert ist im Grunde fast nichts. Doch diese Grippewelle ist anders: sie ist schnell, sie ist hochgradig ansteckend und verläuft in der Regel tödlich.
Als die Mehrheit dies realisiert ist es zu spät – die Welt, wie sie sie kannten, zerfällt. Einige wenige überleben. Sie leben weiter – in einer neuen Welt: mit neuen Herausforderungen, anderen Alltagsproblemen, aber mit ganz und gar menschlichen Sehnsüchten.

Bewertung

Dieser Roman ist wunderbar! Ich lese hin und wieder sehr gerne Dystopien, trotzdem hinterließen diese bei mir so manches Mal ein Gefühl der Unzufriedenheit. Die Welt entkam noch einmal knapp der Komplettzerstörung, die Hauptfiguren sind gerettet und dann: Ende. Mich interessierte aber wie es nach dem Ende der Welt weitergehen könnte. Wie leben Menschen in einer Welt, die ganz anders aussieht, als die Welt, in der sie aufgewachsen sind? Wie verarbeiten sie diesen Umsturz? Woran halten sie fest?

Emily St. John Mandel entwirft in ihrem Roman ein mögliches Szenario. Jede einzelne Person hat ihren eigenen Charakter, ihre eigene Geschichte und Verhaltensweisen. Dies verschafft dem Roman einen detailreichen Tiefgang, den ich beim Lesen sehr genossen habe. Das war mehr als bloß die Worte zu lesen: Ich hatte ein wunderbares, ein trauriges, ein mich bestürzendes und beglückendes Kopfkino.

Wenn ich diese Leseerfahrung in drei Worten zusammenfasse, kommt dies dabei heraus:

Lieblingsbuch. Book-Hangover. Leseempfehlung.

*Solche Zufälle gab es schon häufiger. Ich stand schon einige Male im Buchladen, stöberte durch die englischen Romane, fand das ein oder andere Buch interessant und bemerkte dann, dass ich es bereits gelesen habe. Umgekehrt ist das auch schon passiert.

Das Licht der letzten Tage von Emily St John Mandel – Piper – ISBN 978-3-492-06022-6 – 14,99 Euro.

3 Kommentare

  1. Pingback: Rückblick November 2015 – Regen Blumen Wiese

  2. Super zusammengefasst! Mir hat das Buch auch sehr gefallen, weil es so eine interessante Mischung war. Als Comicliebhaberin hat es mir natürlich super viel Freude gemacht eine Comicbeschreibung in einem Roman zu lesen. Das war für mich völlig neu.
    Das Buch hing mir noch lange nach und ich denke wirklich gerne daran.

  3. Pingback: BuchSaiten Blogparade zum Jahresabschluss 2015 – Regen Blumen Wiese

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