Momente bewahren mit Fotobüchern

Früher als ich noch analog fotografierte, habe ich die Fotos entweder in Einsteckalben einsortiert oder in große Fotoalben eingeklebt und jede Seite einzeln gestaltet. Als ich immer öfter digital fotografierte, beobachtete ich zwei Phänomene:
Entweder ich ließ hunderte Fotos ausdrucken, da ich mich aufgrund der Menge nicht entscheiden konnte. Oder ich ließ es einfach ganz blieben und die Dateien fristeten ein trauriges Dasein auf der Festplatte. Angeschaut habe ich beides selten nie.

Früher hatte ein Film 12, 24 oder 36 Fotos. War die Filmrolle voll, konnten keine Fotos mehr geschossen werden. Auf meine Speicherkarten heute passen viel mehr Fotos! Das ist gut, wenn ich mein fotografisches Auge trainiere oder versuche manuell mit meiner DSLR fotografiere. Es hilft mir dabei mehr über Fotografie zu lernen, es trägt aber auch dazu bei, dass ich viele Fotos habe.
Nun ist es selten so, dass ich mich vor den PC setze und mir Fotos anschaue. Fotoalben mit eingeklebten Fotos habe ich jahrelang nicht mehr gestaltet, stattdessen habe ich Fotobücher für mich entdeckt. Hier kann jede_r ein Fotobuch / -album am Computer mit einer Software gestalten und erhält das Album dann per Post oder holt es im Laden ab. Für mich eine prima Sache!

Vor dem Gestalten kommt jedochas (Aus-)Sortieren der Dateien. Ich sortiere nach Jahren, Monaten und besonderen Ereignissen (z.B.: Urlaub in Schweden). Zudem lösche ich rigoros verwackelte, unscharfe und mir nicht gefallende Fotos. Normalerweise fällt dieses Sortieren mit meiner monatlichen Datensicherung zusammen.

Ich gestalte seit dem Jahr 2010 jedes Jahr ein Fotobuch. Bis zum Jahr 2014 passte jedes Jahr in ein Buch. Mein letztes Fotobuch umfasst die Monate 11/2014 bis 11/2015. Ist so, stört mich nicht. Mein „Project 365“ aus dem Jahr 2010 hat ein eigenes Fotobuch bekommen – in diesem Jahr habe ich jeden Tag ein Foto gemacht und anschließend auf flickr gepostet (das Projekt ist inzwischen nicht mehr online). Fotobücher für besondere Anlässe schließe ich auch für die Zukunft nicht aus.

Die nächsten Schritte
  1. Ich lege einen Ordner für das Fotobuch an. Jeder Monat erhält einen eigenen Unterordner.
  2. Ich suche die Fotos aus, die ich verwenden möchte.
  3. Ich gestalte den jeweiligen Monat mit der Fotobuchsoftware des Anbieters meiner Wahl. Gerne gruppiere ich ähnliche Fotos zusammen. Tassen, Bücher, Himmel, Menschen. Viele Fotos, die ich auch  typischerweise auf Instagram poste… .
  4. Manchmal ergänze ich noch Zitate, Clipart oder Bordüren.
  5. Manchmal ergänze ich auch Ortsangaben.
  6. Ich speichere die Datei regelmäßig. (Einmal habe ich es nicht gemacht und dann waren plötzlich drei Monate weg. Ärgerlich!)
Und danach
  1. Beim Fotoanbieter des Vertrauens hochladen & bestellen.
  2. Auf den_die Briefträger_in warten.
  3. Auspacken und sich freuen.
  4. Hin und wieder mal wieder anschauen.
Ganz wichtig bei der Gestaltung

Es soll mir gefallen! Es sind schließlich meine Erinnerungsmomente, die ich mit dieser Methode bewahren möchte.

Wie machst du das? Klebst du Fotos in Alben, gestaltest du Fotobücher oder schaust du dir die Fotos lieber auf dem Tablet, PC oder Smartphone an?

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