Fernsehfreier Monat – ein Zwischenfazit

Jetzt habe ich schon seit einigen Wochen fernsehfrei. Seit Ende August habe ich keine Sendungen mehr in den Mediatheken geschaut (ich habe nämlich gar kein Fernsehgerät) und seit dem 1. September auch keine YouTube-Videos mehr. Anfänglich hatte ich noch zwei DVDs aus der Bücherei hier, den einen Film habe ich noch geschaut, aber die andere DVD hat mich nach ca. 15 Minuten zu sehr gelangweilt! Heute schreibe ich ein kleines Zwischenfazit zu meiner fernsehfreien Zeit und stelle eine Hypothese auf.

Meine Regeln
  • die Mediatheken nicht nutzen, d.h. keine Sendungen schauen
  • kein YouTube, d.h. kein BookTube
Schnuller für Erwachsene?

Es gab einige Momente, in denen ich mich sehr gerne mit irgendeiner Sendung abgelenkt hätte. An den Grund für dieses Unwohlsein erinnere ich mich nicht mehr. Ich einfach irgendetwas hören und sehen, um mich von diesem Unwohlsein abzulenken. Es war schwer mich nicht einfach berieseln zu lassen, sondern dieses Unwohlsein auszuhalten.
Allerdings habe ich es geschafft und dabei kam mir das Bild des Schnullers in den Kopf. Als Babies und Kleinkinder hatten viele von uns vielleicht einen Schnuller. Stöpsel in den Mund, im Idealfall war Ruhe und die erwachsenen Personen konnten sich wieder ihrem Alltag zuwenden. Vielleicht benutzen wir auch später noch „Schnuller“, um uns zu beruhigen und abzulenken. Erst im Laufe dieses Experiments ist mir aufgefallen, dass fernsehen bei mir scheinbar eine Art Schnullerfunktion hat.

Andere Schnuller?

Welche anderen Schnuller könnten im Alltag noch zum Einsatz kommen? Es gibt ja nicht nur das Fernsehen!

  • soziale Medien überprüfen
  • Nachrichten lesen
  • Süßigkeiten essen
  • Zigaretten rauchen
  • Alkohol trinken

Da gibt es bestimmt noch viele andere Möglichkeiten.

Ist das jetzt schlimm?

Ich weiß es nicht. Vielleicht hängt das vom Schnuller ab und davon, wovon man sich gerade ablenkt. Auf der anderen Seite gibt es auch Fälle von Abhängigkeit und Suchverhalten besonders im Hinblick auf Alltagsdrogen wie Alkohol und Nikotin. Für mich steht jedenfalls fest, dass ich auch den restlichen Monat fernsehfrei haben werde.

Die guten Seiten

Bisher habe ich den Eindruck, dass mir definitv weniger Bilder und Informationen im Kopf herumschwirren und ich mich stärker mit meinem Leben, meinen Bildern und Gedanken beschäftige. Zudem träume ich nachts wirklich etwas weniger Unsinn und schlafe daher besser.

Ich bin auf den Rest des Monats gespannt!

2 Kommentare

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