Kategorie: Schreiben

Rückblick August 2017

Foto-Collage Rückblick August 2017

Fangen wir mit dem Wetter an: ein typischer Sommermonat war der August nicht unbedingt. An den wenigen, sonnigen Tagen hat es mich nach draußen gezogen: der ein oder oder andere Fotospaziergang war dabei, sowie gemütliches Podcasthören in der Hängematte auf dem Balkon.

Ich habe tatsächlich ziemlich viele Fotos für den August Break gemacht und auf Instagram gepostet. Ein paar Tage habe ich ausgelassen, doch an den meisten Tagen habe ich ein passendes Motiv gefunden. Ich bin etwas überrascht, dass das geklappt hat. Es hat mir Freude bereitet und mir gezeigt, dass es auch im Alltag (heißt: neben dem Job) gelingen kann, sich selbst kreative Aufgaben zu stellen und diese zu lösen.

Außerdem hat meine Schwester geheiratet und das war im Rückblick definitiv aufregender als erwartet. Wenn die kleinen Geschwister groß werden … .

Pläne für den September
  • Ich bin sehr froh, dass ich mich fast wieder ganz schmerzfrei bewegen kann, nach der OP im Juli war ja irgendwie alles sehr beschwerlich. Gleichzeitig hat es schon angefangen „zuherbsteln“ und da ich die Jahreszeit Herbst sehr gerne mag, hoffe ich auf den ein oder anderen Fotospaziergang durch bunte Wälder.
  • Vor ein paar Tagen habe ich mir eine andere Meditationsapp installiert, die ich gerne im kommenden Monat ausprobieren möchte.
  • Außerdem habe ich mir „Das Kleiderschrank-Projekt“ von Anuschka Rees aus der Bücherei ausgeliehen. Ich bin schon länger um dieses Buch herumgeschlichen und bin gespannt zu welchen Kleiderschrankerkenntnissen ich kommen werde.

Minimalismus & Spiritualität

Beitragsbild Minimalismus & Spiritualität

Es ist mal wieder Zeit für Gedankensalat. Seit einer Weile beschäftigt mich das Duo: Minimalismus und Spiritualität oder Spiritualität und Minimalismus. Ich habe oft den Eindruck, der normale Alltag finde nur im Kopf statt. Es ist alles sehr durch Rationalität geprägt. Alles hat seinen Zweck, die Kosten müssen dem Nutzen gerecht werden. Für Gefühle, Emotionen und das was, über diese durchaus wichtige Rationalität hinausgeht, fehlt oft der Raum.

Wie definiere ich Spiritualität?

Bevor ich meine Gedanken weiter ausführe, sollten wir erstmal klären, mit welchem Inhalt ich diesen Begriff fülle. Je nach religiöser Prägung, versteht jede_r sicherlich etwas anderes darunter.

  • Beziehung: zu anderen, zu sich selbst, zur Umwelt und dem, was über das Sichtbare hinausgeht
  • im Grunde alles einen Ursprung hat: das alles auf der tiefsten oder kleinsten Ebene aus demselben Stoff geschaffen ist
  • ein Gefühl, das durch Sinn, Klarheit, Verbundenheit und Lebendigkeit geprägt ist

Jeder Mensch hat eine spirituelle Ader, doch kann diese Ader zeitweise versiegen oder verschüttet werden. Das kenne ich selbst, da laufe ich ein paar Wochen lang total verkopft herum und wundere mich irgendwann darüber, weshalb mir diese Verbindung abhanden gekommen ist und weshalb ich mich so unwohl fühle.

Die Ausgestaltung der eigenen spirituellen Praxis ist eine sehr persönliche Sache. Ich kenne Menschen, die regelmäßig in den Wald gehen und dort die Stille genießen. Andere leben ihren Sinn dafür beim Sport aus, bei der Gartenarbeit, in der Meditation oder auch ganz klassisch indem sie einen Gottesdienst besuchen.

Zeit und Raum für Spiritualität

Am Anfang meines Minimalismus stand die Motivation mich von überflüssigen Dingen zu befreien. Ich hatte oft den Eindruck, all mein Kram verstellt mir den Blick auf das Wesentliche, auf das worum es im Leben eigentlich geht. In diesem Sinne helfen die Minimalismus-Werkzeuge dabei sich selbst diesen Freiraum zu schaffen, andererseits motiviert die eigene spirituelle Erfahrung dazu, sich selbst weniger Dinge in den Weg zu stellen.

Was mir noch wichtig ist: Bewertungsfreiheit

Es gibt so viele Minimalismusdefinitionen wie es Minimalist_innen gibt, daher möchte ich die Minimalismus-Idee nicht unter einen religiösen Überbau stellen. Genauso wenig möchte ich bewerten, wie andere Menschen ihre Spiritualität ausleben.
Wichtig ist mir, dass es diesen Raum gibt. Das bei aller notwendigen Rationalität diese andere, dieses unsichtbare, oft nicht greifbare und nicht mit Zahlen belegbare Kapitel des Lebens Zeit und Raum im Alltag findet. Vor allen Dingen sträube ich mich dagegen, dass wir dieses Kapitel Gunsten einer absoluten Wirtschaftlichkeit in allen Dingen verdrängen oder aufgeben.