Kategorie: Alltagstipps

Lieblingspodcasts und Booktubefavoriten

Ich höre gerne Podcasts (im Plural tatsächlich mit s). Ich mag besonders gerne längere und tiefgreifende Interviews zu einzelnen Themen oder zum Lebenslauf einer Person. Schon früher habe ich gerne eine nachmittägliche Radiosendung zugehört, bei der die Zuhörer_innen ein Thema per Telefon und E-Mail-Zuschrift miteinander diskutieren konnten. Zwischendurch lief in der Regel gute Musik und danach war mein Horizont um einige Facetten reicher! Leider gibt es diese Sendung schon lange nicht mehr!

Radio höre ich inzwischen höchst selten, aber einem Podcast höre ich sehr gerne zu. Ich höre vorrangig englischsprachige Podcasts. Das hat sich mit der Zeit entwickelt und war keine Absicht, trotzdem freut es mich, dass ich dadurch mein Hörverständnis verbessern konnte. Schöner Nebeneffekt! In diesem Artikel stelle ich meine Lieblingspodcasts und Booktubefavoriten vor.

Lieblingspodcasts

Es gibt drei Podcast-Sendungen, die ich regelmäßig höre. Entweder beim Putzen und Aufräumen oder bei kreativen Tätigkeiten.

  • Just between you und me von Jen Lee und Tim Manley
    Tim und Jen telefonieren wöchentlich für ca. eine halbe Stunde und tauschen sich über ihre kreativen Prozesse aus. Alltägliche und besondere Momente finden ihren Platz.
    Seitdem ich diesen Podcast höre, hat meine Vorstellung von einer kreativen Vollzeittätigkeit einiges an Romantik verloren. Durtstrecken, kreative Erschöpfung und Ratlosigkeit gehören genauso dazu wie Begeisterung und Leidenschaft.
  • The Lively Show – Add a little extra intention to your everyday
    Jess Lively führt zauberhafte Interviews mit ihren Gästen. Meistens sind es kreative Menschen oder Unternehmer_innen, die von ihrer Arbeit, ihrem Lebensglück erzählen und von ihren wichtigsten Erkenntnissen darüber. Die Interviews inspirieren mich dazu das Leben oder mein Leben auch mal aus einem anderen Blickwinkel zu sehen und mir selbst (große) Fragen zu stellen. Zurzeit reist Jess Lively durch Europa – zuvor hat sie ihr Haus in den USA inkl. aller Möbel verkauft und hat sich auf einen ganz neuen Lebensstil eingelassen.
  • On Being
    Genauso wie Jess Lively führt auch Krista Tippet ganz wunderbare Gespräche. On Being ist eine amerikanische Radiosendung, die auch im Internet gehört werden kann.
    Die zentrale Fragestellung der Sendung lautet: Was bedeutet es Mensch zu sein und wie wollen wir dieses Mensch-Sein leben? Diese Frage wird im Kontext der Gegenwart mit all ihren Herausforderungen beleuchtet.
    On Being ist tiefsinnig und erweitert immer wieder meinen Horizont. Besonders ist zudem, dass man wählen kann, ob man die Radiofassung oder lieber eine ungeschnitte Version eines Gesprächs hören möchte. Wenn mir ein Podcast besonders viel gibt, höre ich die Sendung auch gerne mehrmals!
Booktubefavoriten

Ich habe ja bekanntlich eine Schwäche für Bücher. Ich folge zwei Booktuberinnen, die in Großbritannien leben. So werde ich auch hin und wieder auf Titel aufmerksam, die ich in deutschen Buchhandlungen und Büchereien höchstwahrscheinlich nicht gefunden hätte.

  • The Books and Pieces
    Elisabeths Booktubekanal habe ich durch einen Blogpost von Svenja (Apfelmädchen.de) entdeckt – genau zu der Zeit als ich anfing mich für Science Fiction-Literatur zu interessieren. Elisabth liest primär eben dieses Genre und bespricht die Titel mit Begeisterung und viel Witz. Meine Leseliste wird seitdem immer länger!
  • Jen Campbell
    Mit genauso viel Leidenschaft bespricht Jen Campbell Bücher und andere Buch-Themen. Sie selbst hat viele Jahre im Buchhandel gearbeitet und schreibt selbst Bücher und Lyrik. Besonders interessant ist auch ihre Videoserie über Märchen. Ich schaue diesen Kanal erst seit ein paar Wochen und ich entdecke immer noch mehr Videojuwelen!

Momente bewahren mit Fotobüchern

Früher als ich noch analog fotografierte, habe ich die Fotos entweder in Einsteckalben einsortiert oder in große Fotoalben eingeklebt und jede Seite einzeln gestaltet. Als ich immer öfter digital fotografierte, beobachtete ich zwei Phänomene:
Entweder ich ließ hunderte Fotos ausdrucken, da ich mich aufgrund der Menge nicht entscheiden konnte. Oder ich ließ es einfach ganz blieben und die Dateien fristeten ein trauriges Dasein auf der Festplatte. Angeschaut habe ich beides selten nie.

Früher hatte ein Film 12, 24 oder 36 Fotos. War die Filmrolle voll, konnten keine Fotos mehr geschossen werden. Auf meine Speicherkarten heute passen viel mehr Fotos! Das ist gut, wenn ich mein fotografisches Auge trainiere oder versuche manuell mit meiner DSLR fotografiere. Es hilft mir dabei mehr über Fotografie zu lernen, es trägt aber auch dazu bei, dass ich viele Fotos habe.
Nun ist es selten so, dass ich mich vor den PC setze und mir Fotos anschaue. Fotoalben mit eingeklebten Fotos habe ich jahrelang nicht mehr gestaltet, stattdessen habe ich Fotobücher für mich entdeckt. Hier kann jede_r ein Fotobuch / -album am Computer mit einer Software gestalten und erhält das Album dann per Post oder holt es im Laden ab. Für mich eine prima Sache!

Vor dem Gestalten kommt jedochas (Aus-)Sortieren der Dateien. Ich sortiere nach Jahren, Monaten und besonderen Ereignissen (z.B.: Urlaub in Schweden). Zudem lösche ich rigoros verwackelte, unscharfe und mir nicht gefallende Fotos. Normalerweise fällt dieses Sortieren mit meiner monatlichen Datensicherung zusammen.

Ich gestalte seit dem Jahr 2010 jedes Jahr ein Fotobuch. Bis zum Jahr 2014 passte jedes Jahr in ein Buch. Mein letztes Fotobuch umfasst die Monate 11/2014 bis 11/2015. Ist so, stört mich nicht. Mein „Project 365“ aus dem Jahr 2010 hat ein eigenes Fotobuch bekommen – in diesem Jahr habe ich jeden Tag ein Foto gemacht und anschließend auf flickr gepostet (das Projekt ist inzwischen nicht mehr online). Fotobücher für besondere Anlässe schließe ich auch für die Zukunft nicht aus.

Die nächsten Schritte
  1. Ich lege einen Ordner für das Fotobuch an. Jeder Monat erhält einen eigenen Unterordner.
  2. Ich suche die Fotos aus, die ich verwenden möchte.
  3. Ich gestalte den jeweiligen Monat mit der Fotobuchsoftware des Anbieters meiner Wahl. Gerne gruppiere ich ähnliche Fotos zusammen. Tassen, Bücher, Himmel, Menschen. Viele Fotos, die ich auch  typischerweise auf Instagram poste… .
  4. Manchmal ergänze ich noch Zitate, Clipart oder Bordüren.
  5. Manchmal ergänze ich auch Ortsangaben.
  6. Ich speichere die Datei regelmäßig. (Einmal habe ich es nicht gemacht und dann waren plötzlich drei Monate weg. Ärgerlich!)
Und danach
  1. Beim Fotoanbieter des Vertrauens hochladen & bestellen.
  2. Auf den_die Briefträger_in warten.
  3. Auspacken und sich freuen.
  4. Hin und wieder mal wieder anschauen.
Ganz wichtig bei der Gestaltung

Es soll mir gefallen! Es sind schließlich meine Erinnerungsmomente, die ich mit dieser Methode bewahren möchte.

Wie machst du das? Klebst du Fotos in Alben, gestaltest du Fotobücher oder schaust du dir die Fotos lieber auf dem Tablet, PC oder Smartphone an?

Alltagstipp: Haushaltsplan

Ich habe gerne einen Überblick über meine Ausgaben und möchte über den ganzen Zeitraum eines Monats genug Geld zur Verfügung haben. Aus diesem Grund führe ich ein Haushaltsbuch bzw. lege zu Beginn jeden Monats einen Haushaltsplan an. Manchmal sorge ich mich scheinbar grundlos über meine finanzielle Situation. Gerate ich mal wieder in eine Sorgenspirale hilft mir der Blick auf meinen Haushaltsplan die Realität einzuschätzen. In der Regel gibt es gar kein Grund zur Beunruhigung.

In diesem Blogpost zeige ich welche Eckpunkte ich in diesem Haushaltsplan berücksichtige und wie ich eben diesen Plan aufbaue.

Übersicht wiederkehrende Ausgaben für einen Monat

Beispiel für eine Übersicht wiederkehrender Ausgaben

Schritt 1: Wiederkehrende Ausgaben

Miete, Strom, Internet & Festnetz zahle ich monatlich. Andere Dinge wie Versicherungen zahle ich jährlich und die Rundfunkgebühren wiederum vierteljährlich. Hier kann der Überblick schnell verloren gehen. Aus diesem Grund habe ich für jeden Monat eine Liste mit den Ausgaben angelegt, mit denen ich zurechnen habe.

Das Bild links zeigt ein Beispiel für den Monat März. Aus Gründen der Privatssphäre nenne ich keine genauen Beträge.

 

Schritt 2: Überblick über die Einnahmen

Je nach Lebens- und Erwerbssituation kann diese Summe instabil sein. Während meiner Zeit als studentische Hilfskraft hing diese Summe von der Anzahl der geleisteten Stunden ab.

Schritt 3: Wöchentliches Budget für Lebensmittel und Hygieneartikel

Ich habe inzwischen einen guten Überblick darüber wieviel Geld ich für meine wöchentlichen Lebensmitteleinkauf brauche. Zudem stelle ich vor dem Einkaufen einen Menüplan für die kommende Woche auf. Im Idealfall reichen die Lebensmittel für die gesamte Woche und vor dem nächsten Einkauf ist der Kühlschrank wieder leer. Von diesem Budget kaufe ich nicht nur Lebensmittel sondern hin und wieder auch Postkarten, Briefmarken oder Blumen. Zudem notiere ich mir während des laufenden Monats wofür ich wieviel Geld ausgegeben habe.

Schritt 4: Puffer für besondere Vorkommnisse oder Aktivitäten

Am Anfang jeden Monats verschaffe ich mir einen Überblick über das was der Monat alles bringen könnte. Stehen Geburtstage oder andere Feiern an? Möchte ich jemanden in einer anderen Stadt besuchen und müsste dafür die Kosten für Fahrkarten einplanen? Möchte ich mir vielleicht ein Buch kaufen oder brauche ich neue Kleidung?

Schritt 5: Sparen

Ich spare jeden Monat eine bestimmte Summe und rechne diese schon in meine Ausgaben mit ein. So habe ich auf jeden Fall etwas gespart, sollte der Konsumwahnsinn doch um sich greifen ich etwas Neues brauchen.

Schritt 6: Was am Ende des Monats übrig bleibt und Mehrausgaben

Ziehe ich die einzelnen Ausgaben aus den Schritten 1, 3, 4 und 5 von meinen Einnahmen ab, weiß ich wieviel am Ende Monats übrig bleibt. Natürlich kann es immer vorkommen, dass ich mehr Geld ausgebe, da ich bspw. einen Ausflug in meiner Planung nicht berücksichtigt habe. Für mich ist das vollkommen okay, da ich durch diese Rechnung weiß, wieviel Spielraum ich habe.

Beispiel für eine Monatsplanung

Beispiel für den Aufbau einer Monatsplanung

Welche Hilfsmittel nutze ich für diesen Plan?

Meine Liste der wiederkehrenden Ausgaben ist ein einfaches Word-Dokument. Den monatlichen Haushaltsplan schreibe ich mit der Hand auf. Ich habe dies auch schon mit einem Excel-Dokument und einem Google-Doc (dies allerdings bevor ich ein Smartphone besaß) versucht. Persönlich finde es jedoch einfacher im Alltag ein Notizbuch aufzuschlagen, um meine Ausgaben zu notieren. Unterwegs benutze ich für Ausgaben, für die ich keine Quittung habe / brauche, meine Notizen-App im Smartphone. Später übertrage ich diese dann in meine Übersicht. Zurzeit funktioniert diese Methode für mich alleine sehr gut. Je nach Bedarf und Situatione kann ich den Plan selbst verändern und oder aber vielleicht andere Hilfsmittel nutzen.

Führst du ein Haushaltsbuch? Wie verschaffst du dir einen schnellen Überblick über deine aktuelle finanzielle Situation?