BuchSaiten Blogparade zum Jahresabschluss 2015

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Die BuchSaiten Blogparade zum Jahrsabschluss 2015 wurde mir in die Twitter-TL gespült. Die Idee eines literarischen Jahresabschluss gefiel mit gut! Also habe ich mir einige Gedanken zum Thema gemacht und die Fragen beantwortet. Seid gewarnt: es erwarten euch einige Adjektive der Superlative.
Zurzeit lese ich Buch Nr. 99 in diesem Jahr und werde wohl höchstwahrscheinlich auch kein Hundertes mehr schaffen, da ich noch ungefähr 400 Seiten zu lesen habe. 99 aber ist eine schöne Zahl. Ich bin ganz erstaunt und frage mich, wie ich das eigentlich geschafft habe!

Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir wenig versprochen habe, das mich dann aber positiv überrascht hat?

"Alles Licht, das wir nicht sehen"

Romane, die zur Zeit des Zweiten Weltkriegs spielen, lese ich eigentlich ungern. Im Geschichts-, Deutsch- und Religionsunterricht wurden – zumindest aus meiner subjektiven Perspektive – mindestens einmal im Jahr die Themen Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg durchgenommen. Obwohl ich die Schule schon vor zehn Jahren beendet habe, mache ich noch immer einen Bogen um die Thematik. „Alles Licht, das wir nicht sehen“ von Anthony Doerr setzte ich daher nicht gleich auf meine Leseliste. Die zahlreichen Empfehlungen aber weckten mein Interesse, eine gewisse Skepsis blieb dennoch. Schließlich las ich den Roman doch und empfand ihn als überaus herausragend!
In meiner Buchbesprechung schrieb ich folgendes:

Anthony Doerrs Roman ist voller kleinerer und größerer Heldentaten. Die Grausamkeit des Kriegs verharmlost er nicht. Das Schicksal der einzelnen Charaktere entsteht aus den kunstvoll verwobenen Zufällen und Begegnungen.

Kurze Kapitel geben Einblicke in die Lebenssituationen der Charaktere. Hierdurch entsteht zum einen Spannung, zum anderen erleichtert es einem das Lesen. Das Traurige wird dadurch leichter ohne an Schwere zu verlieren. Die Sprache ist sehr fein und hat einen schönen Klang.

Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir viel versprochen habe, das mich dann aber negativ überrascht hat?

"Morgen ist es vorbei"

Auf „Morgen ist es vorbei“ von Kathrin Wessling habe ich mich eigentlich sehr gefreut! Schon „Drüberleben“ hat mir gut gefallen – mit entsprechender Erwartung habe ich die Kurzgeschichten über Großstädter_innen mit Liebeskummer gelesen. Die Art und Weise wie diese Großstädter_innen ihren Kummer versuchen zu bewältigen (meist mit Alkohol) sagte mir nicht zu. Ich hatte zudem den Eindruck, die einzelnen Charaktere bräuchten nicht nur Hilfe und Unterstützung zur Bewältigung ihres Liebeskummers sondern auch bei der Bewältigung ihres alltäglichen Lebens. Kurz gesagt: es war nicht mein Buch. Zudem habe ich eher Geschichten von Menschen erwartet, die gestärkt aus Krisen herausgehen und nicht gebrochener. Vielleicht ist es eher ein Buch für Menschen mit akutem Liebeskummer. Wer weiß!

Welches war eure persönliche Autoren-Neuentdeckung in diesem Jahr und warum?"Das Licht der letzten Tage"

Ich habe keine Autoren-Neuentdeckung gemacht sondern ein ganzes Genre für mich neuentdeckt! Ich liebe es Science Fiction-Romane und Dystopien zu lesen. Seitdem fühlt sich mein Leseleben vollständig an. Vorher hat mir irgendetwas gefehlt und ich hätte gar nicht sagen können, was fehlt. Aber ich bin begeistert und möchte dieses Genre nicht mehr missen. Für mich bedeutet diese neue Leseerfahrung eine große Horizonterweiterung, die zugleich viele neue Fragen über das Leben und die Zukunft aufwirft. Mein Faible für Zeitreise-Romane sowie die Lektüre von „Der Circle“ von Dave Eggers haben mich dazu angeregt, weiter in diesen Bereich vorzudringen. Absolut fabulös in diesem Zusammhang war für mich „Das Licht der letzten Tage“ von Emily St. John Mandel.

Welche war euer Lieblings-Cover in diesem Jahr und warum?

"Harry Potter and the Prisoner of Azkaban"In diesem Jahr habe ich mich ebenfalls dazu entschieden, die Harry Potter-Bände nochmals zu lesen. Diesmal allerdings langsamer als beim ersten Mal und zudem auf Englisch! Da ich damals alle Bände verkauft habe und ich inzwischen zu der Überzeugung gelangt war, ich müsste die Harry Potter-Bände aber unbedingt im Regal stehen haben, habe ich die Taschenbuchausgaben von Bloomsbury UK erstanden. Zu Weihnachten sind dann auch die Bände sechs und sieben bei mir eingezogen! Diese Ausgaben sehen so magisch-hübsch aus, dass sie eindeutig voller wunderbarer Zauberei stecken müssen.
"The long way to a small, angry planet"

Welches Buch wollt ihr unbedingt in 2016 lesen und warum?

Im nächsten Jahr möchte ich unbedingt „The Long Way to a Small Angry Planet“ von Becky Chambers lesen. Elisabeth (books and pieces) hat extrem begeistert über diesen Roman gesprochen und hat diesen Lesewunsch in mir ausgelöst. Auch das Cover sieht sehr schön aus. Zudem bin ich im Rahmen meines Science Fictions-Ausflugs bisher auf der Erde geblieben (ich war höchstens mal auf einer Parallelerde) und ich finde, es wird Zeit, andere Planeten zu entdecken (oder den langen Weg dorthin).

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